A-Ha - Lifelines

A-Ha- Lifelines

Warner
VÖ: 29.04.2002

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Stay on these roads

Ja, Morten Harket ist noch immer der schnuckligste Norweger, seit man in Skandinavien die Wikinger-Helme an den Nagel gehängt hat. Ja, als er mit seinen Partnern Magne Furuholmen und Pål Waaktaar-Savoy vor zwei Jahren mit "Minor earth, major sky" plötzlich wieder auf der Bildfläche auftauchte, rechnete niemand mit dem überwältigenden Erfolg. Ja, mit "Lifelines" knüpfen A-Ha ohrenscheinlich genau dort an, wo sie aufgehört haben.

Soviel also erst einmal dazu. Die Frage, ob denn der Zweitling nach dem unerwarteten Comeback hält, was Harkets Lächeln verspricht, ist dennoch nicht so leicht zu beantworten. Der Titeltrack verheißt jedenfalls schon einmal sanftes Kuscheln. Die Stimme ist ein Schwelgen, die Gitarre wird gestreichelt, und der Beat fühlt sich an wie ein Sonntagnachmittag. "Watching to keep it together / Things fall apart" klingt nach einer resignativen Einsicht, doch in der Melodie steckt Hoffnung.

Auch "Forever not yours" tut als erste Single niemandem weh und auch den Radiohörern gut. Zu kuschelweichen Synthesizern zieht Harket den Kopf aus der Schlinge einer Beziehung. "I'll soon be gone now / Forever not yours". Klingt da etwa die leise Furcht vor der Vereinnahmung durch? Kaum, denn dazu ist er viel zu sehr Entertainer. "Memories / They keep coming through / The good ones hurt more / Than the bad ones do" weiß er. Scheiden tut weh, aber Doktor Harket hält Händchen.

Manchmal jedoch zeigen sich in der breitwandigen Inszenierung der neuen Songs der Norweger erste Abnutzungserscheinungen. Die Reminiszenz an John Miles' "Music" wirkt im ausladenden "Oranges on appletrees" ein wenig albern. Wie in "Did anyone approach you?" verheddert sich mancher Song in beliebigen Rhythmusmustern, während Harkets Gesang bisweilen ein wenig manieriert wirkt. Auch das schüchterne Wildern in den Erkenntnissen von Mobys "Play" bringt nur bedingt das erwünschte Ergebnis.

Gut, daß Songs wie das tänzelnde "Afternoon high", das an angelsächsische Gitarrenpopper erinnernde "There's a reason for it" oder die süßliche Verführung "Turn the lights down" zeigen, daß Pop immer noch genau dann wunderprächtig funktioniert, wenn sich Melodie und Inszenierung gegenseitig hochkitzeln. Daß man den Gitarren den Verzerrer nur mit arg gespitzten Ohren anhört, gehört hier eben auch dazu. The sun always shines on A-Ha.

(Oliver Ding)

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Highlights

  • Lifelines
  • Forever not yours
  • Afternoon high
  • Dragonfly

Tracklist

  1. Lifelines
  2. You wanted more
  3. Forever not yours
  4. There's a reason for it
  5. Time and again
  6. Did anyone approach you?
  7. Afternoon high
  8. Oranges on appletrees
  9. A little bit
  10. Less than pure
  11. Turn the lights down
  12. Cannot hide
  13. White canvas
  14. Dragonfly
  15. Solace

Gesamtspielzeit: 61:34 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Don´t throw your Lifelines away
2011-03-16 17:15:14 Uhr
Stimmt. Echte Perle.
Analogue
2011-03-14 07:44:06 Uhr
Für mich einer der TOP10 Popsongs aller Zeiten. Von der ersten bis zur letzten Sekunde perfekt! Es stimmt der Text, die Melodie, die Atmosphäre und wie gewohnt von a-ha die Stimme!

Most underrated band ever!
The Living Daylight
2011-03-11 22:53:41 Uhr

One call
your voice on the phone
One place
A moment alone
That's all
Sgt. Gutierrez
2011-02-17 15:03:41 Uhr
a-ha ist the most underrated band EVER!

Much better than Coldplay,U2,Depeche Mode etc.
Norge
2011-02-17 14:33:38 Uhr
Der Titelsong ist eines der besten Lieder überhaupt. Die Melodie ist unerreichbar und die Stimme göttlich.
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  • a-ha (153 Beiträge / Letzter am 18.02.2012 - 00:47 Uhr)