Rita Ora - Ora

RocNation / Columbia / Sony
VÖ: 19.10.2012
Unsere Bewertung: 3/10
Eure Ø-Bewertung: 5/10

Warum nicht?
Warum? Eine natürlich vollkommen überflüssige Frage, wenn man sich darüber wundert, dass erneut eine weitere Produzenten-Stylo-Göre erfunden wurde, um schleunigst auf den Musikmarkt zu drängen. Interessant an Rita Ora ist allerdings, dass die gebürtige Jugoslawin nicht aus den USA sondern aus Großbritannien kommt und dort auch entdeckt wurde, es mittlerweile aber bis zu Jay-Zs Label RocNation geschafft hat. Überraschend ist hingegen, dass sich Oras Erfolg bisher auf Großbritannien und Irland beschränkt, was nicht mehr allzu lange so bleiben sollte, wenn man bedenkt, wen die Gute mit der Marketingmaschine RocNation, einer Handvoll Songwritern und einem Mann wie Tom Coyne an den Reglern hinter sich weiß, der unter anderem bereits für Chris Brown, Gossip und P!nk gearbeitet hat.
Hier läuft also alles wie geschmiert und genauso klingt auch Rita Oras Debütalbum. "Ora" ist vollgestopft mit Songs, die eben so klingen müssen, wenn man heute ohne großen Aufwand und Umwege ganz oben an die Spitze der Charts möchte. Jeder Song könnte auch von einer ganz anderen Künstlerin sein. Man würde sich nicht einmal daran stören oder sich wundern, stünde auf dem Cover ein völlig anderer Name. Ein Großteil der Songs klingt verdammt nach Rihanna, die ja selber auch davon lebt, im Grunde eine große, leere Fläche zu sein, auf die je nach Bedarf die Produzenten ihre Musik projizieren. Da streift Ora im Opener-Intro "Facemelt" ganz kurz die vor allem auf Rhythmus basierende Aggro-Weltmusik von M.I.A.. Anderes wie die erste Single "How we do (Party)" könnten wir genauso gut Jessie J in die Schuhe schieben und "Fall in love" mit Will.I.Am ist der bekannte, sinnentleerte Elektro-R'n'B.
Alles wie gehabt in der kleinen, engen Chartswelt. Auch Rita Ora darf nur als nettes Frontgesicht herhalten, die je nach Wunsch mal sexy, leidend oder aggressiv sein muss. Ob sie mehr kann, als dieses Debüt offenbart, bleibt unbeantwortet. Wenn sie sich weiterhin in die Fänge alles glättender Zeitgeist-Produzenten begibt, wird es nicht mehr als viel Kohle werden, die Ora einheimst. Aber vielleicht reicht das ja schon. Wer also gerne einmal einen Querschnitt durch den Frauen-Charts-Pop des Jahres 2012 hätte, der muss nur "Ora" kaufen. Merkt man doch eh nicht, dass das nur von einer, nun ja, Künstlerin kommt. Gegönnt sei auch der Erfolg dieses rundum zu perfekt produzierten Albums. Und doch bleibt wieder mal nur die eine, zu mühsame Frage: Warum?
Highlights
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Tracklist
- Facemelt
- Roc the life
- How we do (Party)
- R.I.P. (feat. Tinie Tempah)
- Radioactive
- Shine ya light
- Love and war (feat. J. Cole)
- Uneasy
- Fall in love (feat. Will.I.Am)
- Been lying
- Hello, hi, goodbye
- Hot right now (DJ Fresh feat. Rita Ora)
Gesamtspielzeit: 42:48 min.
Referenzen
Ke$ha; Rihanna; Jessie J; M.I.A.; Santigold; 3OH!3; Katy Perry; Lady Gaga; Annie; Amanda Blank; Kelly Clarkson; Metro Station; Tinie Tempah; J. Cole; Will.I.Am; DJ Fresh; Princess Superstar; Kylie Minogue; Britney Spears; Cash Cash; The Ting Tings; Shakira; Avril Lavigne; Timbaland; Little Boots; La Roux; The Black Eyed Peas; Fergie; Peaches; Lady Sovereign; Gwen Stefani; Rye Rye; Kid Sister; Kelis; Justin Timberlake; Lily Allen; Miley Cyrus
Surftipps
- http://www.ritaora.com/us
- http://rocnation.com/ritaora/
- http://www.columbia.co.uk/artists/rita_ora/
- http://www.myspace.com/ritaora
- http://de.wikipedia.org/wiki/Rita_Ora
- http://en.wikipedia.org/wiki/Rita_Ora
- http://www.facebook.com/RitaOra
- https://twitter.com/RitaOra
- http://www.blick.ch/people-tv/musik/ich-hasse-meinen-hintern -aber-liebe-meine-brueste-id2067020.html
- http://www.bild.de/unterhaltung/musik/ora-rita/rita-ora-ich- bin-kein-rihanna-klon-26478246.bild.html
- http://www.huffingtonpost.co.uk/carly-wilford/rita-ora-inter view-_b_1832642.html
- http://www.lastfm.de/music/Rita+Ora
- http://www.discogs.com/artist/Rita+Ora
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