Papa Roach - The connection

Papa Roach- The connection

Virgin / EMI
VÖ: 28.09.2012

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

Schwer zu entscheiden

Manchmal kann auch schon vor dem ersten Ton ein Blick auf die Tracklist aufschlussreich sein: "Where did the angels go?", "Before I die", "Wish you never met me", "Give me back my life", "Not that beautiful" und allen voran "Leader of the broken hearts". Puh, was machen Papa Roach denn nun? Emo? Zumindest wird manch weinerlicher Seitenscheitelträger aus dem Dreibuchstaben-Genre verzweifelt an den Bügeln seiner Hornbrille knabbern, weil Jacoby Shaddix und seine Mannen ihnen die Songtitel vor der Nase weggeschnappt haben. War früher zwar auch schon mal der Fall, jetzt aber geballt. Oder steckt da sogar noch mehr dahinter? Emo ist es zumindest nicht, aber was genau die Kalifornier wollen beziehungsweise wo sie mit "The connection" nun stehen, erschließt sich einem nicht wirklich.

Mit einem mystisch vor sich hinpluckernden Intro "Engage" bahnen sich die einstigen Edelmetall-Rocker ihren Weg mitten hinein in Studioalbum Nummer acht. Mit der darauffolgenden ersten Singleauskopplung "Still swingin'" bekommt man zügig wieder einen Einblick in das, was die zwischenzeitlich dann doch etwas aus der breiten Öffentlichkeit entschwundenen Band ausmacht: aufgepimpter Stadionrock zum Mitgrölen. Was hier einerseits zu gefallen weiß, ist die Kombination aus brettharten Gitarren und melodischem Refrain. Andererseits sind die zwischenzeitlichen Synthie- und Stimmverzerrungsspielereien eher störend, albern und ein klarer Fremdschamfall. Dass es auch ohne derlei Firlefanz geht, beweist der breitbeinige Rocker "Where did the angels go?". Das wird auf der Hauptbühne unter freiem Himmel genauso gut funktionieren wie das solide vor sich hin galoppierende "Breathe you in" und das unterhaltsame "Give me back my life".

Hin und wieder driften Papa Roach allerdings doch etwas in eine nickelbacksche Richtung ab, in die sie zumindest vor einigen Jahren nur ungerne gepackt werden wollten. Dazu sind Songs wie "Before I die" oder "Wish you never met me" trotz der durchaus opulent vorhandenen Gitarrenbreitseiten einfach zu schmusig und chartskompatibel. Zudem kommt dann auch noch besagtes "Leader of the broken hearts", das den Zuhörer mit seinem wavelastigen Beginn, dem mittleren Tempo und einem nachhaltigen Refrain ständig hin- und herwirft. Gut oder schlecht? Man kann sich irgendwie nicht entscheiden. Genauso wie Papa Roach.

(Jochen Gedwien)

Bei Amazon bestellen / Preis prüfen für CD, Vinyl und Download
Bei JPC bestellen / Preis prüfen für CD und Vinyl

Bestellen/anhören bei Amazon

Highlights

  • Still swingin'
  • Where did the angels go?
  • Leader of the broken hearts

Tracklist

  1. Engage
  2. Still swingin'
  3. Where did the angels go?
  4. Silence is the enemy
  5. Before I die
  6. Wish you never met me
  7. Give me back my life
  8. Breathe you in
  9. Leader of the broken hearts
  10. Not that beautiful
  11. Walking dead
  12. Won't let up
  13. As far as I remember

Gesamtspielzeit: 45:51 min.

Album/Rezension im Forum kommentieren (auch ohne Anmeldung möglich)

Einmal am Tag per Mail benachrichtigt werden über neue Beiträge in diesem Thread
Dein Name:
Deine Nachricht:
Forums-Thread ausklappen
(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag

2012-09-27 12:24:03 Uhr
@ichzB: selber nett!
Castorp
2012-09-27 11:00:24 Uhr
26.09.2012 - 21:21 Uhr = Fake
ich zum Bsp(Olegihrschwuchteln)
2012-09-26 21:29:29 Uhr
genial, süchtig! ihr n*tten
Werner Herzog
2012-09-26 21:26:45 Uhr
LOL! Wer zum Teufel interessiert sich noch für diese Typen?!
Zum kompletten Thread

Hinterlasse uns eine Nachricht, warum du diesen Post melden möchtest.

Bestellen bei Amazon

Threads im Plattentests.de-Forum

Anhören bei Spotify