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Every Time I Die - Ex lives

Every Time I Die- Ex lives

Epitaph / Indigo
VÖ: 02.03.2012

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Fight for your right

Ob Keith und Jordan Buckley Ende Juni 2010 den Weg vom heimischen Buffalo gen Norden nach Toronto auf sich genommen haben, um sich den Demonstrationen am Rande der dort stattfindenden G8/G20-Gipfel anzuschließen, weiß man nicht. Angesichts der zahlreichen politisch motivierten und sozialkritischen Texte ihres bisherigen Liedgutes wäre es aber weder für die beiden Brüder noch für ihre drei Mitstreiter undenkbar. Definitiv dabei war ein junger Fan, der sich nun mit Bandshirt bekleidet im Schwitzkasten der örtlichen Polizeieinheiten auf dem Cover-Artwork von "Ex lives" wiederfindet. Man sieht schon: Die Proteste sind damals teilweise heftig ausgeartet.

Womit wir beim Thema wären, da Every Time I Die in puncto Ausarten und -rasten auch 2012 so schnell keiner etwas vormachen kann. "I want to be dead with my friends" peitscht es einem entgegen, während die Amis mit "Underwater bimbos from outer space" Album Nummer sechs eröffnen. Wer diesen Track schon als leicht verstörend empfindet, sollte sich den dazugehörigen Videoclip besser sparen. Allen anderen wird sofort klar: Die Herrschaften sind mies drauf, und das ist gut so. Denn wenn sie einmal so richtig in Rage sind, nehmen die brachialen Ausbrüche scheinbar kein Ende. Ungetüme wie "Holy book of dilemma" oder die Hochgeschwindigkeitsnummer "Typical miracle" rauschen in angepisster Old School-Manier an einem vorbei.

Unter der Regie von Joe Barresi, der bereits für Melvins, Queens Of The Stone Age, Clutch, Isis und Bad Religion seine Produzentenhände im Spiel hatte, setzen Every Time I Die ihren vor Jahren eingeschlagenen Weg unbeirrt fort. Keine Effekthascherei, keine Spielereien, keine Kompromisse. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass bei all dem durchaus gelungenen Aggressionsabbau das wenige Sekunden kurze Banjo-Intro von "Partying is such sweet sorrow" bereits als abwechselnde Überraschung durchgeht. Während sich Songs wie "Revival mode" oder "Indian giver" in einem schwerfälligen Etwas aus Metal, Grunge und Stoner voranquälen, bahnen sich markerschütternde Aggro-Stücke ihren Weg. Hier und da besteht bei dieser Wucht die Gefahr, ein wenig im beliebigen Einheitsbrei unterzugehen. Doch zumeist wenden die Jungs das noch ab. Von daher: kein Protest. Zumindest nicht gegen dieses Album.

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • Underwater bimbos from outer space
  • Typical miracle

Tracklist

  1. Underwater bimbos from outer space
  2. Holy book of dilemma
  3. A wild, shameless plain
  4. Typical miracle
  5. I suck (blood)
  6. Partying is such sweet sorrow
  7. The low road has no exits
  8. Revival mode
  9. Drag king
  10. Touch yourself
  11. Indian giver
  12. Grudge music
  13. Business casualty
  14. Starve an artist, cover your trash

Gesamtspielzeit: 40:09 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Wiebke
2012-03-02 10:05:21 Uhr
Ich würd nich auf den link knicken, hab mich ganz schön verbrannt!
Anal Phabet
2012-03-01 20:31:28 Uhr
Dein Browser zeigt dir doch am unteren Bildschirmende an, wohin der Link führt.
Bibu
2012-03-01 20:06:03 Uhr
kann man auf den Link klicken, ohne einen Virus, Trojaner oder Locotus zu bekommen?

Walenta
2012-03-01 19:40:10 Uhr
Würd ich auch sagen. In feinen Nuancen setigern die sich von Mal zu Mal.
dillinger escape fan
2012-03-01 17:48:21 Uhr
..sagt jemand der gerade zum ersten mal von der Band gehört hat.

Geiles Album, scheint mir ihr bestes bisher.
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