Mando Diao - Greatest hits volume 1

Mando Diao- Greatest hits volume 1

EMI
VÖ: 06.01.2012

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Re: Torte

Es ist nicht ganz klar, ob dies der Chuzpe der Band zu verdanken ist, oder dem schlechten Zeitmanagement der Plattenfirma. Es ist letztendlich auch egal, macht aber dieses Album zumindest ein kleines bisschen sympathischer. Denn "Greatest Hits Volume 1" erscheint direkt nach dem Jahreswechsel. Und umgeht damit mal eben das für den Verkauf so wichtige Weihnachtsgeschäft. Respekt dafür, wer auch immer das zu verantworten hat. Die zwei Jahre seit dem großen Erfolg von "Give me fire" haben Mando Diao jedenfalls dazu genutzt, erst einmal in sich zu gehen, nichts zu überstürzen und stattdessen die aufreibende Zeit aufzuarbeiten. Zunächst mit dem mitunter famosen B-Seiten-Album "The malevolence of Mando Diao", dann mit den Unplugged-Aufnahmen von "Mando Diao - MTV unplugged – above and beyond" kurz darauf, und nun zu guter Letzt mit dem vorliegenden Retorten-Album: einem Überblick über die besten Songs der Schweden. Oder denen, die sie dafür halten.

Es ist schon beeindruckend, wie viele tolle Hits Mando Diao in den letzten zehn Jahren aufs Parkett gezaubert haben. Das muss auch jeder zugeben, der stets dazu tendiert, das neueste Album zunächst zu verschmähen, weil ihm beispielsweise "Hurricane bar" viel zu aufdringlich war. Außerdem sind es ja schließlich nur Mando Diao. Aber dann verfallen viele eben doch immer wieder diesen Melodien, dieser Energie und wundern sich am Jahresende, was eigentlich dieses Album der Schweden in den persönlichen Top 10 schon wieder treibt. Die besten Songs sind natürlich immer noch die vom verschwitzten Debüt "Bring 'em in"<, keine Frage. Mando Diaos Leistung muss um so höher eingestuft werden, weil auf der vorliegenden Compilation noch nicht einmal alle besten Songs drauf sind, auch wenn sich die Schweden darum bemühen, dieses Album nicht nur als lustlosen Querschnitt verenden zu lassen. So finden sich neben den erfolgreichsten Hits wie "Dance with somebody", "Gloria" und "Down in the past" - alles gute Stücke, keine Frage - auch famose Nicht-Singles vom Schlage "Sheepdog", "Good morning, Herr Horst" oder "Ochrasy".

Warum aber zum Beispiel das komplett überflüssige "Christmas could have been good" seinen Weg auf die Platte gefunden hat, ist nicht klar. Oder auch der trübe Titeltrack von der einzigen zurecht ungeliebten Platte "Never seen the light of day" sowie "If I don't live today, then I might be here tomorrow" vom selben Album. Beides zwar Singles, aber mäßige. Stattdessen fehlen so schöne Perlen wie "To China with love" oder auch "Amsterdam", die noch besser in den eh schon großen Reigen an glänzenden Songs auf "Greatest hits volume 1" gepasst hätten. Wir halten fest: Mando Diao haben in ihrer kurzen Karriere eine ganze Latte an tollen Songs geschrieben. Nicht alle finden sich auf diesem Album. Da aber die Schweden nur wenige Ausfälle produziert haben, sind es immer noch genügend Stücke, um eine ziemlich starke Best-of aus dem Boden zu stampfen. Darauf eine Geburtstagstorte zum zehnjährigen Jubiläum. Grattis och tack.

(Kai Wehmeier)

Bei Amazon bestellen / Preis prüfen für CD, Vinyl und Download
Bei JPC bestellen / Preis prüfen für CD und Vinyl

Bestellen/anhören bei Amazon

Highlights

  • Sheepdog
  • The band
  • Mr. Moon
  • Paralyzed
  • Motown blood

Tracklist

  1. Dance with somebody
  2. Long before Rock'n Roll
  3. Down in the past
  4. Sheepdog
  5. God knows
  6. Welcome home, Luc Robitaille
  7. Gloria
  8. If I don't live today, then I might be here tomorrow
  9. Mean street
  10. The band
  11. Never seen the light of day
  12. TV & me
  13. You can't steal my love
  14. Mr. Moon
  15. All my senses
  16. Paralyzed
  17. Christmas could have been good
  18. Ochrasy
  19. Clean town
  20. Good morning, Herr Horst
  21. Motown blood
  22. Dalarna

Gesamtspielzeit: 86:30 min.

Album/Rezension im Forum kommentieren (auch ohne Anmeldung möglich)

Einmal am Tag per Mail benachrichtigt werden über neue Beiträge in diesem Thread
Dein Name:
Deine Nachricht:
Forums-Thread ausklappen
(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
qwertz
2012-01-09 22:16:41 Uhr
Die fünf Highlights in der Rezi entstammen alle dem Debütalbum. Klingt hart, ist aber irgendwie auch wahr, oder?
Demon Cleaner
2012-01-02 16:02:21 Uhr
Ich glaube, das war Ironie.

Mit 22 Tracks schon mal viel zu umfangreich.
@Jule
2012-01-02 14:58:09 Uhr
oder bleibt die Band auch in den kommenden Jahren noch der ewige Geheimtipp?

Du bringst da gerade irgendwas komplett durcheinander, oder?
amazon
2012-01-02 14:54:02 Uhr
Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch:
Lichter der Stadt (Limited Deluxe Edition Digipack i... von Unheilig
Annegret
2012-01-02 14:16:54 Uhr
Glaube, es gibt sonst keine Band, die nach einer grandiosen Debutsingle so unglaublich schlecht geworden ist. Von daher dürfte die Tracklist sehr überschaubar werden.
Zum kompletten Thread

Hinterlasse uns eine Nachricht, warum du diesen Post melden möchtest.

Threads im Plattentests.de-Forum