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Turbowolf - Turbowolf

Turbowolf- Turbowolf

Hassle / Soulfood
VÖ: 11.11.2011

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Volles Rooäää!!!

"Tut das Not, dass das Moped so laut is'?" Ne, so richtig Not tut das nicht, da hat der alte Röhrich recht. Aber mehr Spaß macht das schon, wenn man die Kiste mal so richtig knacken lässt. Das haben sich auch die englischen Krachrocker Turbowolf gedacht, und geben auf ihrem Debüt so richtig Gas, Wasser, Scheiße. Das Ergebnis hört sich an wie Wasserski fahren auf der Schotterpiste - während dir jemand Keyboards an den Kopf wirft.

Denn Turbowolf erweitern ihren scheppernden Wellblechhüttenrock mal mehr, mal weniger auffällig mit klimpernden Keyboards und sirrenden Synthesizer-Sounds. Auch das hätte nicht so richtig Not getan, denkt man zumindest in Anbetracht der sich akustisch manifestierenden Pausenknöpfe "Tw1" und "K-j", die rein instrumental, strukturbefreit und recht ziellos in der Gegend herumrauschen. Aber abgesehen von diesen beiden etwas unnötigen, aber immerhin kurzen Zwischenstücken haut die Band auf 40 Minuten einen Ohrenschmerzen-Hit nach dem anderen raus und setzt in den "richtigen" Songs ihr Keyboard zurückhaltend und effizient ein.

Da fiepen im Testosteron-Punkrocker "Ancient snake" beispielsweise ein paar verspulte Akkorde im Hintergrund, so dass der Refrain noch ein bisschen mehr aufs Trommelfell drückt. Gleiches gilt für die polternde Urgewalt, die sich "Seven severed heads" nennt. Später atmet die Band dann ab und zu auch mal ein und nicht nur in Würfelform aus. In "Read & write" bringt der Keyboarder eine erstaunlich eingängige Melodie zu Gehör, während sich der Rest von Turbowolf damit begnügt, nur den halben Song in Grund und Boden zu schreien.

Wenn es mal über die vier Minuten geht, begnügt sich die Band nicht mit endlosen Wiederholungen des Refrains oder ausufernden Soli, sondern bastelt elaborierte Codas an ihre Songs. "The big cut" rifft sich so am Ende in dreckige Prog-Gefilde, "Son (Sun)" nimmt ein paar Pilze und driftet ins Psychedelische ab. Dass "Turbowolf" auch nach hinten raus nicht zerfasert, liegt an den gut verteilten und kompromisslosen Lärmbrocken, die das Album mit der Peitsche zusammenhalten. Wenn sich dann im Rausschmeißer "Let's die" zunächst der Synthie selbständig macht, die Band dann endgültig ihre Instrumente zu Schrott verarbeitet und sich die Stimmbänder ruiniert, dann wünscht man sich fast, sie hätte zwischendurch noch ein bisschen mehr aus der Keyboard-Kanone gefeuert. In diesem Sinne: Freie Bahn mit Marzipan!

(Maik Maerten)

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Highlights

  • Seven severed heads
  • Things could be good again
  • Let's die

Tracklist

  1. Introduction
  2. Ancient snake
  3. Seven severed heads
  4. Bag o bones
  5. Tw1
  6. Read & write
  7. The big cut
  8. K-j
  9. A rose for the crows
  10. Son (Sun)
  11. Things could be good again
  12. All the trees
  13. Let's die

Gesamtspielzeit: 39:50 min.

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2011-11-16 21:03:00 Uhr
Watt ne Wucht! Zuletzt hat mich nur die Kvelertak-Platte so weggeblasen wie das Debüt von dieser Newcomerband aus Bristol.
Breitarschiger Rockn'Roll vom Feinsten. Atmet den Geist der Siebziger mit ner Menge Wüstenstaub im Getriebe. Gewürzt wird das Ganze mit einer Prise Metal und Punk mit Hardcore-Einschlag.
Unglaublich, wie diese Band nach vorne prescht und dabei trotz donnerndem Riffgewitter ungemein eingängig bleibt. Ich zitier hier mal die Visions:

"...Herrlich überdreht und nur scheinbar unkontrolliert donnert die Viererbande durch ihren famosen Fundus an ausgewählt geilen Riffs und offenbart dabei ein gesegnetes Talent für unwiderstehliche Hooks, die bei aller Eingängigkeit nie aufgesetzt wirken..."

AUFDREHEN:

Ancient Snake

The Big Cut

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