Chris Cornell - Songbook

Chris Cornell- Songbook

Universal
VÖ: 25.11.2011

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Ein bisschen Wiedergutmachung

Das muss man erst einmal schaffen. Die ganze Reputation, die sich Chris Cornell seit 1984 zunächst mit Soundgarden, Temple Of The Dog, Audioslave und auch als Solokünstler mühsam über 25 Jahre aufgebaut hatte, mit einem Streich namens "Scream" in ihren Grundfesten zu erschüttern, ja fast irreparabel zu beschädigen. Zeit also, um einmal in sich zu gehen, die letzten Jahre - wie Horst Hrubesch nun einwerfen würde - Paroli laufen zu lassen und sich die Credibility wieder zurückzuerarbeiten. Zunächst mit einer kleinen Reunion von Soundgarden, anschließend mit einer ebenso kleinen Solo-Unplugged-Tour, von der nun 16 Stücke auf CD gebannt und als "Songbook" auf den Markt geschmissen wurden. Cornell meint es zwar gut, aber so ganz überzeugen kann der Mann auch damit im Moment nicht.

An der Songauswahl scheitert das Unternehmen Wiedergutmachung jedenfalls nicht. Die Stücke, die im April an acht verschiedenen Abenden in ebenso vielen unterschiedlichen Locations aufgenommen wurden, sind im Großen und Ganzen gut gewählt. Mit "The keeper" befindet sich ein komplett neuer Song auf dem Album, dazu Coverversionen von Led Zeppelins "Thank you" und - natürlich - "Imagine" sowie mit "Cleaning my gun" ein zwar alter, aber bisher unveröffentlicher Track. Obendrauf ein wenig Soundgarden, etwas Audioslave, ein paar Solostücke und als Sahnehäubchen "Call me a dog" von Temple Of The Dog. Die Voraussetzungen sind also schon einmal sehr gut. Dass "Songbook" nur selten wirklich begeistern kann, liegt einfach daran, dass Cornell kein klassischer Songwriter ist, dessen Songs ganz pur wirklich funktionieren. Vielen Stücken merkt man an, dass ihnen die Energie des Originals fehlt. Und Cornell schafft es nicht, ihnen eine neue Dynamik, ein anderes Gewand zu verpassen, damit die Stücke durch Mark und Bein gehen. Im Grunde singt Cornell die Songs wie immer, nur eben ohne Brimborium, beschränkt auf die akustische Gitarre.

Das Unterfangen nimmt dann bei einem Song wie "Black hole sun" schon fast fatale Züge an, weil Cornell mit sich selbst um die Wette kräht und man vor den Boxen trotzdem einschläft, weil kaum Spannung aufkommen möchte. Andere Songs, zumeist jene, die eh etwas ruhiger oder akustischer sind, finden den Dreh. Seine erste Solosingle "Can't change me", "I am the highway" vom famosen Audioslave-Debüt und auch Soundgardens "Fell on black days" von ihrem größten Album "Superunknown" treffen ins Schwarze. Gut ist, dass Cornell sich anscheinend wieder auf seine Wurzeln besinnen möchte. "Songbook" ist ein hin und wieder durchaus gelungener Fingerzeig zurück in die Zukunft. Sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. reicht bei Cornell aber einfach nicht, die Zeiten sind vorbei. Wir warten auf mehr.

(Kai Wehmeier)

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Highlights

  • I am the highway
  • Fell on black days

Tracklist

  1. As hope and promise fade
  2. Sear on the sky
  3. Call me a dog
  4. Ground zero
  5. Can't change me
  6. I am the highway
  7. Thank you
  8. Cleaning my gun
  9. Wide awake
  10. Fell on black days
  11. All night thing
  12. Doesn't remind me
  13. Like a stone
  14. Black hole sun
  15. Imagine
  16. The keeper

Gesamtspielzeit: 67:40 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Tisha
2013-03-01 05:00:06 Uhr
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telegramm
2012-02-20 16:33:38 Uhr
spielte am 16.feb auf dem obama fundraiser...
gab "i will always love you" zu ehren von w.houston zum besten...

http://www.theprp.com/2012/02/17/news/chris-cornell-covers-whitney-houston-bob-marley-more-at-obama-fundraiser-footage-available/
Tama
2011-12-12 09:37:28 Uhr
diese rezension ist ein witz. kann ich null nachvollziehen. ausserdem wurden mit "i am the highway" und "fell on black days" zwei der schwächeren songs als highlights gewählt. möööp.
hot guy
2011-12-11 00:53:12 Uhr
kontakt@digitale-printmaedchen.de
Power
2011-12-09 20:24:59 Uhr
http://blog.zeit.de/tontraeger/2011/12/09/chris-cornell-songbook_11312
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