Ugly Duckling - Moving at breakneck speed

Ugly Duckling- Moving at breakneck speed

Special / Al!ve
VÖ: 28.10.2011

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

In 80 Scratches um die Welt

Soso, 1927 sollen sie sich zum ersten Mal getroffen haben, die drei Quatschköpfe von Ugly Duckling. In Jakarta, klar, wo sonst. Man sollte Andy Cooper, Dizzy Dustin und Young Einstein eben nicht so einfach über den Weg trauen. Auch weil die Homepage weiter angibt, Einstein sei damals ein weltberühmter Fossiliensucher, Dustin ein Pilot und Cooper Spezialagent gewesen. Und so flunkern sich die Spaß-Rapper nicht nur durch ihre gesamte Biografie, sondern auch durch ihr fünftes Studioalbum. Mit "Moving at breakneck speed" gehen Ugly Duckling auf Expedition rund um die Welt, ständig verfolgt von einer bösen Brut, die ihnen an die Wäsche will. Ein Reisealbum soll es also sein, notdürftig von einer Geschichte zusammengehalten. Ist aber eigentlich auch egal, denn "Moving at breakneck speed" ist genau das, was wir von Ugly Duckling kennen. Story hin oder her.

Alles wie immer also bei den lustigen Herren aus Long Beach, Kalifornien. Und damit auch alles gut wie immer. "Moving at breakneck speed" ist laid back as usual, gewohnt aufgepumpt mit vielen Jazz- und Funksamples, massig Gescratche und vielen, sehr vielen blödsinnigen Wortspielen und Texten. Ihnen scheint eben die Sonne aus dem Arsch, und sie haben Spaß an dem, was sie machen. So war es bisher, und so wird es wohl auch immer sein. Das zentrale Motiv von Ugly Duckling findet sich umgehend im ersten Track "Keep movin'": "Party people hold onto your hats / Ugly Duckling's coming back and we're making big tracks" - tiefer wird es nicht, tiefer soll es nicht werden. Ugly Duckling sind wie immer gekommen, um die Köpfe zum nicken und die Hände in die Luft zu bringen. Mehr nicht. Klingt nicht nach viel, aber in den Pranken der Old-Schooler wird dieser eher dürftige Ansatz allemal zu einer großen Party.

Etwas Abwechslung vom spaßigen Einerlei, das wie gewohnt fast durchweg ohne große Refrains auskommt, bieten der Westernschunkler "One-horse town" mit Wieher-Samples, Banjo und Mundharmonika, sowie "Einstein buys a monkey" mit mexikanischem Mariachi-Flair. Auch der abschließende "Endless summer", die große Willkommen-Daheim-Party, setzt sich mit Vibraphon, Streichern, Harfe, Flöten, Gitarren, Windspiel und Seegeräuschen vom Rest ab. Die große Reise hat ein Ende und Ugly Duckling sind wieder dort, wo alles begann: am Strand in Kalifornien, ganz entspannt mit der Tüte im Anschlag. Die Auszeit haben sie sich redlich verdient nach so viel Globetrotter-Stress. Sie sind mit ihren fast 100 Jahren schließlich auch nicht mehr die Jüngsten.

(Kai Wehmeier)

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Highlights

  • Momentum
  • One-horse town

Tracklist

  1. Keep movin'
  2. Momentum
  3. $100 weekend
  4. Elevation
  5. I wonder where she is now
  6. One-horse town
  7. Anything can happen (in the big city)
  8. How it used to be
  9. Einstein buys a monkey
  10. Run for the light
  11. Sprint!
  12. Homecoming
  13. The breakneck theme
  14. Endless summer

Gesamtspielzeit: 59:02 min.

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