Aiden - Some kind of hate

Aiden- Some kind of hate

Victory / Soulfood
VÖ: 28.10.2011

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

Geisterband

Pure Angst gepaart mit der Unsicherheit, was in den nächsten Minuten überhaupt passieren wird, lassen vor dem Betreten einer mit "City of the dead" beschmierten Scheune nicht unbedingt Gutes vermuten. Für den Protagonisten in Aidens aktuellem Videoclip zu "Broken bones" ist die Begegnung mit zahlreichen Untoten und artverwandten Gestalten dann auch alles andere als Kindergeburtstag. Da hilft nur die Flucht zurück. Da das Werk eher B-Movie-Charakter hat, hält sich das Schaudern beim Betrachter in Grenzen. Vielmehr ist es die Tatsache eines neuen Aiden-Albums an sich, das hier und da ein leichtes Gruseln auslöst.

Schon wieder Aiden? Richtig, da war doch was. Erst im April dieses Jahres waren Wil Francis und Gefolge mit "Disguises" in den Plattenläden, nicht jedoch in den Charts vertreten. Selbst in ihrer Heimat reichte es für die Herrschaften mit der angeblich so großen Fanschar nicht einmal für den Einzug in die dortigen Billboard Top 200. Also schnell nachlegen und einen neuen Versuch starten. Dass dieser mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder in die Hose gehen wird, dürfte nicht überraschend kommen.

Zugegeben, "There will be blood" erfüllt seinen Job als Opener bestens und weiss als breitbeinige Stadionnummer durchaus zu gefallen. Auch die eingangs erwähnte erste Singleauskopplung "Broken bones" macht genauso wie "Freedom from religion" durch knackiges Tempo, nette Melodien und den obligatorischen Backgroundgesang auf sich aufmerksam. Doch letztlich verliert sich die Masse wieder im üblichen Möchtegern-Horrorpunk-Allerlei, das vom uninspirierten Misfits-Cover "London dungeon" über Sinnlos-Knüppelei à la "Grotesque vanity" bis hin zu einer langweiligen Interpretation von Joy Divisions "Transmission" vieles parat hat, was weder Mensch noch Unmensch benötigt. In fünf Monaten hört man sich sicherlich wieder - Untote lassen sich so schnell ja nicht unterkriegen, weder im B-Movie, noch bei Aiden.

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • Broken bones

Tracklist

  1. There will be blood
  2. Broken bones
  3. Irony in the shadows
  4. London dungeon
  5. Deactivate
  6. Grotesque vanity
  7. Transmission
  8. Freedom from religion
  9. The courage to carry on
  10. In the end

Gesamtspielzeit: 29:28 min.

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