White Denim - D

White Denim- D

Downtown / Cooperative / Universal
VÖ: 27.05.2011

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Spendierhosen aus

Manchmal machen Veränderungen einiges aus. Bei den Texanern von White Denim gab es seit 2009 und der Veröffentlichung ihres zweiten Albums "Fits" gleich mehrere davon. Nicht nur, dass sie mit dem zusätzlichen Gitarristen Austin Jenkins von einem Trio zu einem Quartett geworden sind. Auch der Weggang von ihrer alten Plattenfirma und die Download-Spende des kostenlosen Albums "Last day of summer" spielten sicher eine Rolle in der Entwicklung dieser völlig zu Unrecht eher unbekannten Band, die ihre Hörer seit vier Jahren regelmäßig mit Nachschub versorgt. Mit dem neuen Studioalbum "D" soll nun auch der Rest der Welt endlich Notiz von ihr nehmen. Und die Chancen stehen gar nicht schlecht.

Eine weitere wichtige Veränderung ist der Sound. Aus der einstigen Psychedelic-Rock-Band wurde eine stilsichere Alternative-Rock-Formation, die auf "D" die Vorzüge eines zweiten Gitarristen voll ausnutzt. Das polternde "It's him" zeigt bereits am Anfang die Richtung auf, in die es in dieser guten halben Stunde geht. In Black-Keys-Manier wechselt sich das hektische Schlagzeug mit aufjaulenden Gitarren ab, während Sänger James Petralli singt, als ginge es um sein Leben. Ganz anders das süßliche "Street joy", das trotz Country-Einschlags die Sehnsucht nach der weiten sommerlichen Ferne weckt - oder gerade deswegen.

Auf anderer Stelle lädt das hippieske "River to consider" mit der Flöte in der Hand zum fröhlichen Nacktbaden und anschließendem Gruppengebet ein, während das psychedelische "Anvil everything" einen Schritt in die gar nicht alte Band-Vergangenheit wagt und der nackte Hörer nicht weiß, mit welchem Riff er zuerst versuchen soll mitzuhalten. Leichter fällt das beim gemütlichen Abschied "Keys", in dem Streicher erneut für das richtige Flair sorgen. Ob man an- oder ausgezogen ist, interessiert da bereits niemand mehr, denn die neu entfachte Liebe zu einer längst eingespielten Band dürfte eine von denen sein, die man ohnehin nicht vergisst. Geschweige denn bereut.

(Jennifer Depner)

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Highlights

  • It's him
  • River to consider
  • Is and is and is
  • Keys

Tracklist

  1. It's him
  2. Burnished
  3. At the farm
  4. Street joy
  5. Anvil everything
  6. River to consider
  7. Drug
  8. Bess St.
  9. Is and is and is
  10. Keys

Gesamtspielzeit: 37:08 min.

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