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Times Of Grace - The hymn of a broken man

Times Of Grace- The hymn of a broken man

Roadrunner / Warner
VÖ: 14.01.2011

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Krächz mit dem Ex

Wenn man sich nach gut dreieinhalb Jahren als Sänger einer jungen, sich gerade zum Genreprimus aufmachenden Band kurz vor Tourbeginn aus dem Staub macht und die Weggefährten per E-Mail vom Ausstieg informiert, dürften die Chancen nicht schlecht stehen, dass sich beide Seiten erst mal aus dem Weg gehen. Doch manchmal kommt es eben doch anders. Während Gitarrist Adam Dutkiewicz mit Killswitch Engage inklusive neuem Sänger nach wie vor ganz passabel im Geschäft ist, hat man vom ehemaligen Frontmann Jesse Leach, der 2002 ausgestiegen war, in den letzten Jahren recht wenig gehört. Ein bisschen Seemless, ein wenig The Empire Shall Fall.

Der Kontakt zwischen dem Ex-Killswitch-Engage-Frontmann Leach und Dutkiewicz riss jedoch über all die Jahre anscheinend nicht ab. Was die anderen vier Jungs von Killswitch Engage wohl dachten, als Dutkiewicz mit neuem Songmaterial bei Leach und nicht bei seiner eigenen Band auf der Matte stand? Berechtigte Frage. Mittlerweile scheint man das Fremdgehen aber wohl zu tolerieren. Fein. Stellt sich automatisch die nächste Frage: Was kann "The hymn of a broken man" von Times Of Grace? Einiges. Wenngleich man sich sofort von dem Gedanken trennen sollte, dass das Duo komplett neue Wege gehen könnte. Das tun sie nämlich weitestgehend nicht. Macht aber auch nichts, solange dabei solch herrliche Krachnummern wie der stampfende Opener "Strength in numbers", das irritierend betitelte "Live in love" oder das wuchtige "Hope remains" herauskommen.

Es scheint sogar, als wenn Dutkiewicz mit seinem alten Mitstreiter über weite Phasen gerade den Biss, die Leidenschaft, die Emotion und das gewisse Etwas abliefert, was dem letzten selbstbetitelten Machwerk "Killswitch Engage" seiner Hauptband irgendwie fehlte. Songs wie "Fight for life", "Willing" oder "Worlds apart" strotzen nur so vor Energie. Die altbewährte Mixtur aus hart und zart funktioniert auch hier im Rahmen des Genres anständig. Apropos zart: Gerade in den Phasen, in denen nicht Vollgas gegeben wird, fängt es an, noch interessanter zu werden. Die getragenen "Until the end of days" und "The end of eternity" können in puncto Eindringlichkeit und Atmosphäre einiges, während "The forgotten one" und "Fall from grace" als Akustik- bzw. Pianoballade die Grenzen weiter verschwimmen lassen. Auf die guten alten Zeiten.

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • Strength in numbers
  • Until the end of days
  • Hope remains

Tracklist

  1. Strength in numbers
  2. Fight for life
  3. Willing
  4. Where the spirit leads me
  5. Until the end of days
  6. Live in love
  7. In the arms of mercy
  8. Hymn of a broken man
  9. The forgotten one
  10. Hope remains
  11. The end of eternity
  12. Worlds apart
  13. Fall from grace

Gesamtspielzeit: 53:22 min.

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