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Star One - Victims of the modern age

Star One- Victims of the modern age

InsideOut / EMI
VÖ: 29.10.2010

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Der Leinbrand

Auch wenn es zunächst nicht den Anschein haben mag: Bei Arjen Lucassens Bandprojekten hat alles seine brave Ordnung. So diente 2002 das Projekt Star One als Vehikel, um nach diversen eher ruhigen, sphärischen Alben wieder einmal zünftig Krach machen zu können. Und da bei Lucassen ein Album ohne Konzept kein richtiges Album ist, bastelte der Niederländer eben eine Sammlung an Vertonungen von Science-Fiction-Filmen zusammen und nannte das ganze treffenderweise "Space metal". Nicht ohne zu erwähnen, dass dieses Projekt selbstverständlich eine einmalige Sache sei.

Nur: So sicher, wie auf einen erfolgreichen Film ein Remake oder ein Sequel folgt, sagt offenbar auch ein Arjen Lucassen niemals nie. Das lustige Spiel, den Film zum Song zu erraten, geht also tatsächlich in die nächste Runde. Und wie es sich für ein gutes Sequel gehört, sind zunächst einmal alle Mitstreiter von damals wieder dabei, ob nun Damian Wilson, Russel Allen oder die ohnehin unvermeidliche Floor Jansen. Der diesjährige Plot: Eine Sammlung von postapokalyptischen und dystopischen Filmen wie "12 Monkeys" oder "Blade Runner".

Alles beim Alten? Na klar. Selbstverständlich aber auch im positiven Sinn, denn eine derart fulminante Mischung aus Bombast, wilden Soli und donnernden Riffs wie "Digital rain" ist eben genau das Höchstniveau, das von einer solchen Allstar-Truppe erwartet werden muss. Ebenso brillant ist "Victim of the modern age", dessen klirrendes Keyboard-Intro alleine bereits die emotionale Kälte der Vorlage "A Clockwork Orange" kongenial umsetzt.

Wenn auch das bisweilen etwas zerfahrene "24 hours" erst mit einem mächtigen Refrain so richtig emporlodert, brennt Lucassen bei den folgenden Tracks, insbesondere beim alles überragenden "Cassandra complex", ein umso größeres Feuerwerk ab - wenn es eine Blaupause für den Sound von Star One gibt, dann hier. Woran Filmemacher häufig scheitern, gelingt Arjen Lucassen somit eindrucksvoll: Ein Sequel, welches das Niveau des ersten Teils mindestens halten kann, als Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion. Und ganz nebenbei noch ein perfekter Anlass, die heimische Filmsammlung nach den Vorlagen zu durchforsten.

(Markus Bellmann)

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Highlights

  • Digital rain
  • Victim of the modern age
  • Cassandra complex

Tracklist

  1. Down the rabbit hole
  2. Digital rain
  3. Earth that was
  4. Victim of the modern age
  5. Human see, human do
  6. 24 hours
  7. Cassandra complex
  8. It's alive, she's alive, we're alive
  9. It all ends here

Gesamtspielzeit: 53:13 min.

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