Dan Mangan - Nice, nice, very nice

Dan Mangan- Nice, nice, very nice

Arts & Crafts / Al!ve
VÖ: 05.11.2010

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Reflexzonen

"Is nice" sagte einst ein engagierter kasachischer Journalist auf seiner Tour durch die USA. Was folgte, war eine Begeisterungswelle für neongrüne Badeanzüge, die mehr preisgaben als dem beiläufigen Betrachter lieb sein konnte, und eine Meute, die noch vier Jahre nach dem Kinofilm "Borat" bei Gefallen von was-auch-immer die abgewandelte Variante "Niiiiiiiice" abfeiert. Was kommt also auf Dan Mangan zu und seinen dreifach-gemoppelten Albumtitel "Nice, nice, very nice"? Kult mit Sicherheit nicht, auch wenn sein Album genügend Möglichkeiten bietet, Zitierfähiges in die Welt zu tragen.

"I'm ambitious when giving up", singt der nichtkasachische Kanadier in "Tina's glorious comeback" oder "I drink not enough to make me drunk, just enough to make me tired" in "Some people" Das sollte reichen, um in sozialen Netzwerken Gruppen ins Leben zu rufen, gibt vor allen Dingen aber einen ersten Einblick in Mangans Singer-Songwriter-Seele: "The songs I sing are all about myself / You can read me like a book." Mangan macht Folk-Pop(-Rock), gerne mit Redneck-Bluegrass-Country oder auch spartanisch eingesetzten elektronischen Untertönen. So in "Fair Verona", das in zerbrechlicher Steigerung einen Bläsertrupp installiert und schneeschmelzende elektronische Spitzen entsendet, um nach dem Einstieg auch den Abschluss aus der abgeklungenen Orchestrierung zu finden.

Mangan schreibt Songs, die um sich schlagen können und ruhen wie das menschliche Knie vor und nach der Begegnung mit dem Reflexhammer. Zack, in einem Moment sieht man sich eingehakt tanzend auf einem Scheunenfest und im anderen mutterseelenallein und selbsthinterfragend umherwaten. Mangan setzt das auch stimmlich um. Kurzweilig an Marcus Mumford erinnernd, lässt er das raue Ungetüm los und skippt umgehend zur sanften Erzählstimme. Kombiniert mit der zunehmend aggressiveren Spielweise seiner Akustikgitarre reift "Basket" zu einem Song, der ein abgeschlossenes Schmuckkästchen als Behausung erhält, einfach um ihn nicht teilen zu müssen. Das macht "Road regrets", "Robots" und das Duett mit Veda Hille "The Indie queens are waiting" nicht zu Songs zweiter Klasse, sondern zu Thronfolgern. Is nice.

(Stephan Müller)

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Highlights

  • Road regrets
  • The Indie queens are waiting
  • Fair Verona
  • Basket

Tracklist

  1. Road regrets
  2. Robots
  3. The Indie Queens are waiting
  4. Sold
  5. Fair Verona
  6. You silly git
  7. Tina's glorious comeback
  8. Et les mots Croisés
  9. Some people
  10. Pine for Cedars
  11. Basket
  12. Set the sails

Gesamtspielzeit: 44:45 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Die Nettigkeit in Person
2011-12-22 18:33:02 Uhr
Nicht mehr als nett.
koe
2011-07-10 15:32:02 Uhr
Das klingt ja nach meinem Geschmack, hoer ich doch mal rein etwas mehr.
Livrekko
2011-07-10 15:28:29 Uhr
es gibt einen neuen song vom im september erscheinenden zweiten album!
http://www.danmanganmusic.com/
brummi
2010-12-26 15:17:36 Uhr
Trolle wie ich? Na vielen Dank auch!
bee
2010-12-26 11:52:36 Uhr
Trolle wie du müssen erstmal Quellen nennen. Ansonsten viel Spass im RestLeben
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