Die Happy - Red box

Die Happy- Red box

F.A.M.E. / Edel
VÖ: 24.09.2010

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 4/10

Rerecall

Sie sind ja mittlerweile eine Institution. In Deutschland. In den Charts. Bei Plattentests.de. Nicht weniger als acht (mit dieser neun!) Rezensionen haben sich hier in den vergangenen zehn Jahren angesammelt. Mit "Supersonic speed" haben Die Happy damals bei Viva Zwei die Rockcharts erklommen, als Bill und Tom noch nicht einmal Teenager waren, haben den Sprung über den großen Teich gewagt, als Silbermond gerade mit der Bandgründung beschäftigt waren und mittlerweile nicht nur ihr eigenes Unplugged-, sondern auch ein Best-Of-Album überlebt. Was bleibt also noch übrig von und für Marta Jandová und ihre Jungs?

Nun, da Überschallgeschwindigkeit in Zeiten von Breitbandinternet, DHL-Express-Lieferungen und Navigationssystemen nicht mehr sehr beeindruckend ist, muss man das Gaspedal mittlerweile schon etwas weiter durchdrücken, um Eindruck zu schinden. "You got me with the speed of light", singt die derzeitige ProSieben-"Popstars"-Jurorin im - aus diesem Grunde etwas unglücklich betitelten - "Superstar". Immerhin ist der Song ein leicht kantiger, schleppender Rocker mit funkig grinsender Bridge, der durchaus in Ordnung geht. Auch das poppig-naive "Anytime" macht sich mit seiner hübschen Akustikgitarre und Martas sympathisch unperfekter Stimme wirklich gut.

Für Abwechslung ist also gesorgt, dazwischen tun sich allerdings diverse akustische Einöden auf. Schon der Opener "Mesmerized" hört sich nach Casting-Retorte in Moll an. Und "Dance for you tonight" ist nur die Dur-Variante des gleichen Schemas. Dass gerade der Titeltrack ein hohles Stück nichtssagender Instrumental-Zeitverschwendung ist, spricht auch nicht gerade für "Red box". An anderer Stelle möchte man Die Happy immerhin ein paar Fleißkärtchen austeilen: "Sweet enemy" bemüht sich nach Kräften, ein guter Song zu sein, ist aber eher gut gemeint. Die leicht übertriebene Langsamkeit der Riffs und Akkorde entwickelt nicht den mitreißenden Sog von "Superstar", sondern versumpft auf halber Strecke.

Nicht einmal in die Kategorie "gut gemeint" kann allerdings die unsägliche Coverversion des Destiny's-Child-Hits "Survivor" fallen. Völlig egal, ob man das Original mag oder nicht - hier schrammelt die Band und eine dann doch stimmlich etwas überforderte Marta Jandová über vier Minuten relativ melodiebefreit und uninspiriert in der Gegend herum. Der Song repräsentiert alles Negative, was einem zum Begriff "Rockröhre" so einfällt. Ob Jurorin Marta die Sängerin Marta für diese Performance wohl wirklich in den Recall gelassen hätte?

(Maik Maerten)

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Highlights

  • Superstar
  • Anytime

Tracklist

  1. Mesmerized
  2. Dance for you tonight
  3. Superstar
  4. Good things
  5. Survivor
  6. Stay with me
  7. Anytime
  8. Black vicious monster
  9. Red box
  10. Bang boom bang
  11. Help me
  12. Sweet enemy
  13. Anywhere without you

Gesamtspielzeit: 48:23 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
ahhhh
2010-10-07 22:54:21 Uhr
*abspritz!!!!!!"

2010-10-07 21:56:39 Uhr
Gibt's die Melonen irgendwo zu kau äh sehen?
obstverkäufer
2010-10-07 21:47:10 Uhr
jaja,die melonen...womit alles erwähnenswerte über die band schin gesagt wäre.
bald sind eh wieder orangen & mandarinen im angebot.
WWWWW
2010-10-07 21:35:59 Uhr
WOOOAAAH hat die Melonen!
freak
2010-10-07 20:36:57 Uhr
also mir gefällt das neue album sehr gut.
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