Volbeat - Beyond hell / above Heaven
Vertigo / Universal
VÖ: 10.09.2010
Unsere Bewertung: 7/10
Eure Ø-Bewertung: 7/10
Ring frei
Was Volbeat in den letzten anderthalb Jahren passiert ist, darf wohl mit Fug und Recht als "Durchstarten" bezeichnet werden. Oder was ist es sonst, wenn man gleich zwei Mal von Metallica als Support-Act eingeladen wird und vor dem als nicht eben für seine Toleranz verschriene Publikum von AC/DC reüssiert? Vor diesem Hintergrund sowie mit einem sicherlich auch angemessen dotierten Major-Vertrag im Aktenkoffer dürfte klar sein, dass sich die Band wohl erstmalig in ihrer Karriere einer gewissen Erwartungshaltung gegenüber sieht, soll dem schnellen Aufstieg nicht umgehend der noch schnellere Fall folgen.
Das Kreuz der Herren um den Elvis-Fanatiker Michael Poulsen ist allerdings mittlerweile breiter als der Danebrog vor Schloss Amalienborg, sodass die Dänen gleich einmal mit dem atemlos galoppierenden "The mirror and the reaper" frisch wie Debütanten drauflos rocken. Und wer nach den fröhlich trällernden "Heaven nor hell" schon die Kommerz-Flüche formuliert, wird durch die giftigen Riffs von "Who they are", bei denen unverkennbar James Hetfield und Kirk Hammett Pate standen, zügig ruhig gestellt.
Verschwanden auf "Guitar gangsters and cadillac blood" noch viele Strukturen unter ungestüm donnernden Riffs, so erheben Volbeat mittlerweile den Rockabilly-Metal zur eigenen Kunstform, wie "Fallen" oder "A new day" eindrucksvoll unter Beweis stellen. Bei "Evelyn" allerdings hört der Spaß auf. Nichts gegen gegen stilistisch maximal entfernt verwandte Gastsänger, aber was das Gebrülle von Barney Greenway von Napalm Death hier verloren hat, darf man sich durchaus fragen.
Das faszinierendste an "Beyond hell / above Heaven" ist nämlich in der Tat, dass Volbeat keinesfalls den Weg des geringsten Widerstands gehen. Denn ein Song wie "7 shots", der als staubtrockene Country-Nummer beginnt und durch das verblüffend stimmig eingesetzte Gekeife von Mille Petrozza (Kreator) zusehends biestiger gerät, zeugt durchaus von Mut und Experimentierfreude. Insofern dürfte den Dänen auch weiterhin die Sonne aus dem Allerwertesten scheinen, wenn denn auf den nächsten Touren die Fleischtöpfe der Headliner-Positionen locken. Es sei ihnen gegönnt.
Highlights
- The mirror and the reaper
- Fallen
- 7 shots
Tracklist
- The mirror and the ripper
- Heaven nor hell
- Who they are
- Fallen
- A better believer
- 7 shots
- A new day
- 16 dollars
- A warrior's call
- Magic zone
- EvelynBeing 1
- Thanks
Gesamtspielzeit: 53:24 min.
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(Neueste fünf Beiträge)
User | Beitrag |
---|---|
FoeMan |
2010-09-16 11:13:15 Uhr
Sehr schönes Ding, das! |
pfzt |
2010-09-11 22:40:40 Uhr
spitzen scheibe und super band!ich kannte die noch gar nicht. interessante mischung aus stilen und ein beeindruckender sänger. |
Nowe75 |
2010-09-10 17:26:42 Uhr
Fantastisches neues Album, um Längen besser als der letzte Output. Dafür das sie auf einen Major gelandet sind, geben die Jungs richtig Gas.Nach 5 Durchläufen bisher mind. ne 8/10 |
moritze |
2010-09-08 22:26:57 Uhr
Für alle, denen Volbeat angeblich zu "soft" geworden sind: "Evelyn"! :Dhttp://www.youtube.com/watch?v=ILrKxrQlnfE |
Metallicafan |
2010-09-07 19:16:15 Uhr
Das neue Volbeat Album ist recht gut,ob es für ganz oben reicht, weiss ich nicht...Volbeat ist Zukunft das steht Fest Die Band kommt aber immer mehr ins Rollen |
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Referenzen
Danko Jones; Motörhead; Five Finger Death Punch; Stone Sour; Shinedown; Mustasch; Social Distortion; D:A:D; The Wildhearts; Ginger; Life Of Agony; MC5; New Model Army; The Cult; Metallica; Megadeth; Gluecifer; Backyard Babies; The Hellacopters; Chrome Division; The Baseballs; Johnny Cash; Elvis Presley
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