Black Space Riders - Black Space Riders

Black Space Riders- Black Space Riders

Sound Guerilla / DA
VÖ: 21.05.2010

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Durch die Galaxis

Weltraumrock aus den unendlichen Tiefen des unendlich großen, sich ständig ausweitenden und 13,7 Milliarden Jahren alten Universums ist ein ganz besonderes Phänomen auf unserem kleinen blaugrünen Planeten, der sich in diesem total aus der Mode gekommenen Ausläufer des westlichen Spiralarms um eine kleine gelbe Sonne dreht. In anderen, weit, weit entfernten Galaxien, wo bisher noch kein Mensch gewesen ist, kann es diese Form von halluzinierender Drogenmusik einfach nicht geben. Welches intelligenzbegabte Lebewesen würde dieses seit den 70er-Jahren auf der Stelle tretende Genre schon mit dem Fortschrittswillen in Verbindung bringen, der uns in spätestens 25 Jahren zum Mars bringen soll?

Black Space Riders müssen abgehoben sein irgendwann kurz nachdem Eugene Cernan, Ronald Evans und Harrison Schmitt von ihrem Mondflug zurückgekommen sind. Und jetzt schweben sie immer noch dort oben, eine der letzten Bastionen des so was von klassischen Spacerock, dass sich Hawkwind-Sänger Dave Brock plötzlich wieder wie 20 fühlen dürfte. Die vier Münsteraner schaffen es, mit einer gesunden Portion Ironie und viel Leidenschaft dem Genre wieder etwas Leben einzuflößen. "Stoned bikers in space" überzeugt nicht nur durch den herrlich überzogenen Titel (richtig, in jedem der 13 Songtitel kommt das Wort "space" vor). Der typische Ein-Riff-Stonerrocker spielt mit Klischees und treibt sie - wie den Faust-in-die-Luft-Refrain - mit Feuer unterm Hintern auf die Spitze der Rakete.

Bei den epischeren Stücken hat die Band nicht einfach Songteil an Songteil geklatscht, um über die Sieben-Minuten-Hürde zu kommen. Black Space Riders nehmen sich Zeit, ihre Gitarrenspuren aufeinander zu schichten, immer weiter zu verdichten und dann mit einem so kurzweiligen und intensiven Song wie "Black book of cosmic salvation pt. II: I, black space messiah" um die Ecke zu kommen, nur um sich gleich danach auf 2:20 Minuten fast schon hardcore-punkig auszukotzen und einfach mal "I'm a space invader" zu schreien.

Wunderbar abwechslungsreich ist auch die abschließende "Space trilogy". Die Band lässt im zweiten Teil "About life in space (Thoughts of a reflective robot)" mal für vier Minuten den Gang raus, lässt sich durchs All treiben, bevor es mit Verve und Elan auf die imaginäre Zielgerade geht. In Richtung Unendlichkeit und noch viel weiter.

(Maik Maerten)

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Highlights

  • Stoned bikers in space
  • Black book of cosmic salvation pt. II: I, black space messiah
  • Space trilogy pt. II: About life in space (Thoughts of a reflective robot)

Tracklist

  1. Spacebomb
  2. Black pt. I: Blackspacing
  3. Black pt. II: Space is black
  4. Stoned bikers in space
  5. Hide frome the spacelight
  6. Black book of cosmic salvation pt. I: A short mess(i)age from the black space rider
  7. Black book of cosmic salvation pt. II: I, black space messiah
  8. Voodoo spaceship
  9. Ride on, black space rider
  10. Lonely space trucking man
  11. Space trilogy pt. I: Black is the colour of space
  12. Space trilogy pt. II: About life in space (Thoughts of a reflective robot)
  13. Space trilogy pt. III: Space collision

Gesamtspielzeit: 59:59 min.

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