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Against Me! - White crosses

Against Me!- White crosses

Sire / Warner
VÖ: 04.06.2010

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Viel hilft viel

"How much is too much?" Gute Frage! Ob Tom Gabel breitbeinig stehend, die Faust gen Himmel gestreckt, darauf wohl wirklich eine Antwort erwartet? Klingt schon leicht provokativ. Wer nämlich gedacht hatte, dass nach dem pop-rockigen Major-Debüt "New wave" die Zeichen nun wieder auf Back-to-the-roots stehen, liegt daneben. Es geht noch deutlicher.

Doch das ist noch längst kein Grund für Verdruss oder Verunsicherung. Ganz im Gegenteil. Zwar kommt man nicht umhin, zuzugeben, dass weder von "Against Me! is reinventing Axl Rose"-, noch von den "Against Me! as the eternal cowboy"-Zeiten noch viel zu sehen beziehungsweise zu hören ist, aber auch anno 2010 kann man mit Against Me! seine Freude haben. Wenn man denn will und sich darauf einlässt. So kommt der eröffnende Titeltrack als herrlich erfrischender Kopfnicker daher. Warum sollte man Tom Gabel es übel nehmen, dass dabei Worten wie "I want to smash them all" jegliche Aggressivität fehlt? Funktioniert komischerweise auch so. Ähnlich verhält es sich mit "I was a teenage anarchist", sowohl erste Singleauskopplung als auch unangefochtener Hit des neuen Silberlings. Eine schmissigere Rocknummer wird man in diesen Sommertagen nur schwierig ausfindig machen können. Der dazugehörige Refrain "Do you remember when you were young and you wanted to set the world on fire" mutet aus dem Mund eines 29-Jährigen zwar etwas aberwitzig an, aber es ist doch genau dieser Sinn für Ironie und Wortspielereien, der Gabel & Co. ausmacht.

Der Weg scheint vorgezeichnet: Mit Studioalbum Nummer fünf möge es bitte schnurstracks in Richtung Popularität und Charts gehen. Irgendwo zwischen Green Day und The Gaslight Anthem vielleicht. Es sei den Jungs nach all den Jahren ja auch vollends gegönnt. Da verschmerzt man es, dass "Because of the shame" eben nur glattpolierter, Gute-Laune-Poprock für das College-Radio und "We're breaking up" - nomen est omen - als Trennungsballade auf die Gefühlsdrüsen drückt. Noch eine Spur relaxter geht es bei der halbakustischen Lagerfeuernummer "Ache with me" zur Sache. Eine Melodie, die im Ohr bleibt und Zeilen wie "Ideals turn to resentment / open minds close up with cynicism" - was bedarf es mehr?

Songs wie "High pressure low", "Spanish moss", "Rapid decompression"oder "Bitter divisions" rocken ordentlich durch das Stadion, ohne dass Gabel seine Stimme und Against Me! an Authentizität verlieren. Dass die Jungs seitens alter Wegbegleiter mit Gegenwind rechnen müssen, wird ihnen egal sein. "Push back, push back, push back / With every word and every breath", entgegnen sie. Und schieben ein "What God doesn't give to you / You've got to go and get for yourself” hinterher. Na dann mal los!

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • White crosses
  • I was a teenage anarchist
  • High pressure low
  • Ache with me

Tracklist

  1. White crosses
  2. I was a teenage anarchist
  3. Because of the shame
  4. Suffocation
  5. We're breaking up
  6. High pressure low
  7. Ache with me
  8. Spanish moss
  9. Rapid decompression
  10. Bamboo bones
  11. One by one (Bonus song)
  12. Bob Dylan dream (Bonus song)
  13. Lehigh acres (Bonus song)
  14. Bitter divisions (Bonus song)

Gesamtspielzeit: 50:10 min.

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User Beitrag

Affengitarre

User und News-Scout

Postings: 11020

Registriert seit 23.07.2014

2024-02-27 18:28:29 Uhr
Okay, da war ich vermutlich doch ein wenig zu streng. Das sind zwar alles Hymnen für die Arena oder fürs Radio, aber hey, was für welche! Titeltrack, "Because of the Shame", "Suffocation", "Spanish Moss", kein Plan wie das alles an mir vorbeigehen konnte.

Ein Diskographiehighlight ist es für mich zwar trotzdem nicht, aber immerhin hat es im Vergleich zur "Shape Shift With Me" eine Menge Hits an Bord. Nettes Ding!

Affengitarre

User und News-Scout

Postings: 11020

Registriert seit 23.07.2014

2023-05-26 11:35:55 Uhr
Dem Vorgänger konnte ich noch einiges abgewinnen, "White Crosses" finde ich leider weitestgehend ziemlich lahm. Man merkt, dass Laura mit aller Kraft noch ein Hitalbum schreiben wollte, leider verlieren die Songs dadurch sehr viel an Persönlichkeit und sind weitestgehend ziemlich langweilig."High Pressure Low" ist ganz cool und auch der Opener ist in Ordnung, sonst ist für mich leider wenig zu holen. Zum Glück ist der Nachfolger wieder erheblich besser und spannender.

Highlights: "White Crosses", "High Pressure Low"
marco
2019-04-30 21:39:01 Uhr
Was für eine grossartige Platte. Natürlich ihre poppigste, aber jeder Song ein Hit!
Bonanza
2010-06-22 23:17:08 Uhr
@chucky:

ich hab von der american slang bisher nur die a-seite gehört, aber wenn auf der b-seite nicht wahre wunder geschehen,geb ich ich dir vollkommen recht.
Vinnie Paz
2010-06-22 15:46:04 Uhr
Super langweilige Platte! Das plätschert einfach vor sich hin und die Jungs kommen überhaupt nicht ausm Quark.
Hab die Band früher sehr gemocht, aber das ist mir wirklich zu öde.

3/10
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