Stone Temple Pilots - Stone Temple Pilots

Stone Temple Pilots- Stone Temple Pilots

Atlantic / Warner
VÖ: 21.05.2010

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Unternehmen Unsterblichkeit

Nicht weniger als die Ewigkeit soll sie bedeuten. So viel Gewicht lastet auf der ersten Platte der Stone Temple Pilots seit fast zehn Jahren. Denn "Shangri-la dee da" war nicht der große Wurf, und Weilands Soloversuch "Happy in galoshes" aus dem letzten Jahr eher nicht der Rede wert. Das sechste reguläre Studioalbum soll nun also wieder das richten, was die Band in den letzten anderthalb Dekaden mitunter in den Sand gesetzt hat. Markige Worte, die der Überprüfung letztlich nicht Stand halten. Auch wenn die Besinnung auf die früheren Jahre und der Rückgriff in die Sechziger und Siebziger viel schlimmer hätte ausfallen können.

Das Unternehmen Unsterblichkeit lässt sich zunächst ziemlich vielversprechend an. Die erste Single "Between the lines" und "Take a load off" sind 1A-Hardrocker mit Hang zur Melodie, die Weiland aus seiner Zeit bei Velvet Revolver herübergerettet hat. "Stone Temple Pilots" bratzt damit erst einmal alle Zweifel nieder. Auch der an Aerosmith erinnernde Blues-Rock von "Huckleberry crumble" sowie die mit einem Hauch Beatles versehenen "Hickory dichotomy" und "Dare if you dare" können da mithalten. Die Größe dieses Albums findet sich ohnehin darin, dass sich die Mannen um Weiland hervorragend bei den Vorbildern aus den Sixties und Seventies bedienen, ohne sich dabei selbst aufzugeben. Jedenfalls hört man diesem Album zu jeder Sekunde an, welche Band hier am Werk ist.

Leider kommen die Kalifornier zur Mitte hin ein wenig vom Weg ab. "Cinnamon" mag vielleicht ein netter College-Rock-Song sein, unsterblich wird man damit aber sicherlich nicht. "Hazy days" und "Bagman" gehen zwar schön nach vorne, bleiben dabei aber auch sehr oberflächlich und eindimensional. Diese Songs sind es, die die Schwächen von "Stone Temple Pilots" offenlegen. Dem Album fehlt es an Tiefe und einer übergeordneten Idee - man weiß nicht einmal so richtig, warum die Band es überhaupt aufgenommen hat. Im Zweifelsfall, weil sie Lust dazu hatte. Aber dafür hätte man nicht unbedingt ins Studio gehen müssen.

Schließlich sind es dann zwei sehr poppige Songs, die "Stone Temple Pilots" wieder aus dem Hard-Rock-Einerlei herausziehen. "First kiss on Mars" ist eine schöne Hommage an David Bowie, die ohne weiteres zum Radio-Sommerhit taugen könnte, "Maver" kramt final noch einmal in der Mottenkiste der Beatles und findet dort eine hinreißende Klaviermelodie, die sich an der Gitarre entlangschlängelt und einen schönen Highway-Popsong veredelt. Für die Ewigkeit wird dieses Hoch gegen Ende jedoch nicht mehr reichen. Dafür ist vieles zuvor einfach zu stumpf geraten. Aber für die Ewigkeit hat man ja auch noch die ersten drei Platten der Band im Schrank.

(Kai Wehmeier)

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Highlights

  • Between the lines
  • Dare if you dare
  • Maver

Tracklist

  1. Between the lines
  2. Take a load off
  3. Huckleberry crumble
  4. Hickory dichotomy
  5. Dare if you dare
  6. Cinnamon
  7. Hazy Daze
  8. Bagman
  9. Peacoat
  10. Fast as I can
  11. First kiss on Mars
  12. Maver

Gesamtspielzeit: 41:16 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
illia
2016-10-26 07:56:47 Uhr
hier guk mal tour 1994

https://en.wikipedia.org/wiki/Purple_(album)#/media/File:Stone_Temple_Pilots_concert_ticket_-_1994_-_Stierch.jpg
chriss goss
2016-10-25 02:20:50 Uhr
hier guk mal tour 1994

https://en.wikipedia.org/wiki/Purple_(album)#/media/File:Stone_Temple_Pilots_concert_ticket_-_1994_-_Stierch.jpg
Der Umblätterer
2011-01-27 18:36:21 Uhr
*umblätter*
Wolffather
2011-01-02 17:24:05 Uhr
immernoch ein sehr frisch klingendes fantastisches Album, welches sich nicht im Geringsten abgenutzt hat. Bekommr von mir auf jeden Fall felsenfeste 8/10.
dd
2010-06-16 23:29:53 Uhr
hallo
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