Story Of The Year - The constant

Story Of The Year- The constant

Epitaph / Indigo
VÖ: 12.02.2010

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Allerlei und Einerlei

Kinderarbeit scheint wieder angesagt zu sein. Ganz legal, versteht sich. Waren es erst kürzlich Jared Leto und 30 Seconds To Mars, die scheinbar ein ganzes Album rund um Kinderchorgesänge fabriziert und damit manch einem Zuhörer eine vokale Überdosis verabreicht haben, warten nun auch Story Of The Year mit ähnlich hohen Stimmen auf. "Don’t take this world away from me" trällern die Kids gemeinsam mit Frontmann Dan Marsala im anklagenden Opener "The children sing". Ein Song, der Erinnerungen weckt: musikalisch an "Youth of the nation" von P.O.D., inhaltlich an Helen Lovejoys Stoßseufzer "Kann denn niemand hier (auch nur einmal) an die Kinder denken?" Man weiß gar nicht, ob man lieber schmunzeln oder mit dem Kopf schütteln soll.

Immerhin lässt das darauffolgende "The ghost of you and I" mit furiosem Beginn, ordentlicher Saitenarbeit, unbestritten vorhandenem Hitpotential und krachendem Ende aufhorchen. Emorock der besseren Sorte, den man gut so stehenlassen kann. Genauso wie die erste Single "I’m alive". Wobei wir beim springenden Punkt des vierten Studioalbums der Herrschaften aus St. Louis wären. Denn eigentlich kann man sich alle elf Songs durch die Bank weg anhören. Die Ausschläge halten sich in Grenzen, was für ein qualitativ ausgewogenes Niveau spricht. Eine Konstante eben - ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Doch wegen der nicht vorhandenen Ausreißer nach oben und unten hinterlässt dieses Album unter dem Strich auch ein gewisses Schulterzucken, gepaart mit einem Hang zum Gähnen.

Sicher: "To the burial", "Won threw ate" oder "Eye for an eye" gehen mit ihren treibenden Hardcore-Anleihen nebst dazugehörigem Geschrei ordentlich nach vorne, während "The dream is over", "Ten years down" und vor allem das knackig-melodische "Time goes on" die poppige Schiene fahren. Daneben gibt es aber auch belanglose Standardballaden wie "Remember a time" oder "Holding on to you", an denen man sich so oder ähnlich schon längst sattgehört hat. Letztendlich schade, dass "The constant" so vermutlich recht bald im CD-Regal verstauben wird und Story Of The Year langsam im Genre-Einerlei zu versinken drohen. Doch nicht so kinderleicht, das Ganze.

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • The ghost of you and I
  • Time goes on

Tracklist

  1. The children sing
  2. The ghost of you and I
  3. I'm alive
  4. To the burial
  5. The dream is over
  6. Remember a time
  7. Holding on to you
  8. Won threw ate
  9. Ten years down
  10. Time goes on
  11. Eye for an eye

Gesamtspielzeit: 41:42 min.

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