Paradise Lost - Faith divides us - death unites us

Paradise Lost- Faith divides us - death unites us

Century Media / EMI
VÖ: 25.09.2009

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Ein glückliches Paar

Die wichtigen Kapitel in der Discographie von Paradise Lost treten erstaunlicherweise näherungsweise in Rudeln von zwei oder drei Alben auf. Das war so bei den nach wie vor nahezu unerreichbaren "Icon" und "Draconian times", trifft aber auch bei orientierungslosen Graupenplatten wie "Believe in nothing" und "Symbol of life" zu. Insofern muss dem starken "In requiem" ein ebenso starker Nachschlag folgen. Rezension fertig, danke für die Aufmerksamkeit.

Im Ernst: Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Doch wer auch immer skeptisch war, ob die Briten wirklich die Kurve in Richtung des von ihnen mitbegründeten Genres bekommen, sieht sich bei "As horizons end" eindrucksvoll getäuscht. Chorales Intro, heftigste Riffs, ein düster brummelnder Nick Holmes - dieser Sound ist auf positivste Weise konservativ. Doch die Erfahrung der auf den Durchbruch folgenden 14 Jahre lassen das folgende selbstbewusste "I remain" noch einmal einen draufsetzen. Selbstbewusst deshalb, weil sich Holmes seinerzeit nie und nimmer diesen Melodiebogen im Refrain zugetraut hätte.

"Konservativ" heißt im Fall von "Faith divides us - death unites us" allerdings keineswegs "rückwärts gewandt". Ob nun nach "Frailty" oder "Universal dream" das Doublebass-Pedal wegen Überlastung neu geschmiert werden muss oder "Last regret" herrlich zähflüssigen Doom bietet - nach "In requiem" war viel zu erwarten, aber derartige Spielfreude nur bedingt.

Einzig bei "Living with scars" übertreiben die Briten diese Experimentierfreude ein wenig, zumal die Herren Holmes und Mackintosh den einen oder anderen Gitarrenpart von "Frailty" so genial fanden, dass sie ihn hier gleich zum Eröffnungsriff ernannten. Nota bene: Es gab Zeiten, da wäre dies ein Highlight gewesen. Der Erkenntnisse bleiben zwei: Zum einen, dass "Faith divides us - death unites us" in der Tat der legitime Nachfolger von "Icon" und "Draconian times" ist. Zum anderen, dass diese beiden Platten genau deshalb mit Fug und Recht als zeitlose Klassiker bezeichnet werden dürfen. Blöd nur, dass nach dem Gesetz der Serie jetzt zwei schlechte Alben folgen müssen. Doch Serien sind ja bekanntermaßen dafür da, gebrochen zu werden.

(Markus Bellmann)

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Highlights

  • As horizons end
  • I remain
  • Last regret
  • Universal dream

Tracklist

  1. As horizons end
  2. I remain
  3. First light
  4. Frailty
  5. Faith divides us - death unites us
  6. The rise of denial
  7. Living with scars
  8. Last regret
  9. Universal dream
  10. In truth

Gesamtspielzeit: 46:10 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Dachsonian Teims
2011-08-03 16:45:23 Uhr
jau, frech! solche frechdachse!

supi album
Magoose
2009-11-23 23:45:25 Uhr
So gut mir die neue Platte gefällt, so beschissen war der Live Auftritt. Atmosphärisch enttäuschend, Sound auch eher schwach.

Nach 50 Minuten aber von der Bühne zu gehen und sich dann nochmal ca. 5-10 Minuten mit der Rückkehr Zeit zu lassen ist ist für eine Band mit ca. 10 Alben richtig frech.

Fazit: CD hui, Live buh
12Uhr94
2009-10-09 12:38:04 Uhr
OS war teilweise toll, DT ein Selbstplagiat.
12Uhr90
2009-10-09 12:20:21 Uhr
Lüger!!1

Neue Album super ist! Metaller auch trüe schlafen nix ein
sugar ray robinson
2009-10-09 12:19:23 Uhr
Muss mich auch mal zu Wort melden. War mal ziemlicher PL Fan. Vor allem Gothic, Icon und Draconian Times fand ich sehr gut. Hab PL 1995 3x live gesehen (Dynamo, Bizarre, Offenbach). Das Album nach DT fand ich sehr schwach. Danach hat sich mein Musikgeschmach etwas verändert und ich hab PL aus den Augen verloren. Das 2007er Album hab ich mal probiert, fands aber auch nicht so toll. Das neue Album dagegen ist wirklich gelungen, auch wenn es bei weitem nicht an die ersten Alben heranreicht, aber den Opener, das Titelstück und First Light find ich wirklich gut. Damit hab ich nicht mehr gerechnet, v.a. wenn man bedenkt was so aus anderen alternden Metal Bands geworden ist...
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