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Lenka - Lenka

Lenka- Lenka

Sony
VÖ: 07.08.2009

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Einen Sommer lang

Australien + Schauspielerin + Sängerin? Da war doch was. Ja: Kylie Minogue, Danii Mingoue, Delta Goodrem, Natalie Imbruglia und Holly Valance zum Beispiel. Alles Damen, die alleine mit der australischen Fernsehserie "Neighbours" ihre Schauspielkarriere forcierten und offenbar so angetan vom Mikrofonhalter des Tonmanns waren, dass sie gleich darauf auch noch zum Singen ins Studio gingen. Nun also Lenka Kripac, ebenfalls Schauspielerin in kleineren Rollen, nicht bei "Neighbours", aber ebenfalls aus Australien, jedoch mit tschechischen Wurzeln. Sie startete mit der Band Decoder Ring und macht jetzt solo mit einem Popalbum weiter, welches den Singer-Songwriter-Bikini zumindest griffbereit hat. Ihr Werdegang hätte also ausgefallener sein können. Genau wie ihr Album, aber das muss ja nicht durchweg Schlechtes verheißen.

Seit Wochen dudelt "The show" durch die gängigen Mainstream-Radios. Schier belangloses Piano-Geklimper weicht schnell einer feinen poppigen Nummer, die Rhythmusgruppe und Bläser hinzunimmt. Als das Lied bereits zu Ende scheint, ruft ein Chor als Reaktion auf die mitunter miese Show des Lebens: "I want my money back." Der Überraschungspunkt geht an: Lenka. Jedenfalls für fast vier Minuten. Anschließend verfällt "Lenka" in mitunter passablen Songs in aussagelose Phrasen für Beziehungsenden ("There's nothing to say anymore [...] / Where did we go wrong?") wie in "Bring me down", strahlt in "Knock knock" Anhänglichkeit oder Zufriedenheit in "Don't let me fall" aus.

"Anything I'm not" jagt Idealen hinterher, kommt aber unter die Räder des Selbstmitleids. "I will never be tall, no [...] / Oh, why's the world so cruel to me?" "Skipalong" trägt das Logo "Ich sollte auf ein Colbie-Caillat-Album" spazieren, und in "Live like you're dying" schmeckt Lenkas Gesäusel - unter kräftiger Mithilfe von Streichern - schlechter als fünf Jahre alte Sprühsahne. Während sämtliche Dartpfeile aus der Kiste den zu Beginn verteilten Pluspunkt entstellt haben, gibt Lenka doch noch Grund Pflaster aus der Küche zu holen, um es teilweise zu flicken.

"Trouble is a friend" spielt musikalisch sehr schön mit der Idee, wie einem Probleme im Nacken sitzen und überall auflauern. Dafür liegt das Augenmerk auf dem Piano und helfen die Effekte am Keyboard, während das Vibraphon und die Trompete für ein kleines Augenzwinkern gut sind. "I won't let him win but I'm a sucker for his charm / Trouble is a friend yeah trouble is a friend of mine." Hier klingt sie wie eine der großen Pianofrauen und nicht kindlich-naiv. Beflügelt nimmt sie dieses Gefühl mit in die respektable Pianoballade "Like a song" und den versöhnlichen Abschluss mit "We will not grow old". Ein Sommerflirt, aus dem mehr werden könnte.

(Stephan Müller)

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Highlights

  • The show
  • Trouble is a friend
  • Like a song

Tracklist

  1. The show
  2. Bring me down
  3. Skipalong
  4. Don't let me fall
  5. Anything I'm not
  6. Knock knock
  7. Dangerous and sweet
  8. Trouble is a friend
  9. Live like you're dying
  10. Like a song
  11. We will not grow old

Gesamtspielzeit: 38:36 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Pablo Diablo
2009-07-14 17:59:11 Uhr
"The Show" ist toll. Der Rest des Albums auch.
Berni
2009-07-14 13:53:59 Uhr
Die bessere Lenka heißt Sandrine:
http://www.youtube.com/watch?v=_3TGcldvPY8

Wurde leider (bisher?) kein Hit, hätte es aber eher verdient.
Leatherface
2009-07-14 13:43:57 Uhr
The Show - irgendwo zwischen Regina Spektor, Feist und Sara Bareilles. Nett, wenn auch harmlos. Ist aber auf dem Weg ein Hit zu werden.
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  • Lenka - Lenka (3 Beiträge / Letzter am 14.07.2009 - 17:59 Uhr)

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