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Leathermouth - XO

Leathermouth- XO

Epitaph / SPV
VÖ: 23.01.2009

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Fight Club

Eigentlich ist Frank Iero auch nicht so viel anders als wir alle anderen. Wochentags ist meist Maloche angesagt. Da wird Iero geplagt vom Jetlag, wenn es mit seiner Band My Chemical Romance von einem Kontinent auf den anderen geht. Da sortiert Iero die Wäschestücke, die ihm seine Verehrerinnen gesteckt haben, in alphabetischer Reihenfolge. Und die Fanpost nach Konfektionsgröße. Aber wann immer es geht, spannt Frank Iero aus. Wann immer es geht, ist Frank Iero ein Leathermouth.

Leathermouth ist Frank Ieros Zweitband. Deren erste offizielle Platte ist "XO". Deren erster offizieller Song "5th period massacre". Dessen erste Takte machen stutzig. Hier ist einiges anders als bei vielen anderen Emo-Prominenten, die in ihren Nebenprojekten Zeit, Geld und Hörernerven totschlagen. Es gibt zur Abwechslung mal keine Akustikpickings aus der Elliott Smith-Drittverwertung. Es wird nicht noch stärker auf die Tränendrüse gedrückt als bei der Hauptband. Und vor allem: "XO" musste wirklich sein. Das ahnt man schon, wenn Iero kreischt, wie das während seines regulären Jobs nur seine Fans machen. Von denen übrigens die wenigsten mit diesem Album glücklich werden dürften.

Denn "XO" ist kein Zuckerschlecken. Leathermouth haben ihre Gitarren gegen Kettensägen getauscht, in einer abgewrackten Garage am Arsch von New Jersey die letzten Hemden fallen lassen und sich vor den DIY-Aufnahmen die Fresse poliert. Nur so ist "XO" zu erklären. Nur so sind die Stakkato-Riffs, Breaks und zerdepperten Drumkits zu begründen, die diese Platte bevölkern.

"XO" zeigt Männer, die nach Feierabend die Sau rauslassen. Die verschwitzt, beschwippst und stinkend an der Theke stehen, weil sie endlich dürfen. Eine knappe halbe Stunde lang, die vornehmlich ganz dem Dampfablassen gewidmet ist. Eine knappe halbe Stunde, in der Stücke namens "This song is about being attacked by monsters" und "Your friends are full of shit" gebolzt werden. Stücke, die sich irgendwo zwischen Bauch-Core der späten Blacklisted auf der einen und vor allem Schnurstracksgeradeaus-Punk mit leichtem Discharge-Einschlag auf der anderen ausmachen lassen. Stücke, die für den Moment gemacht sind. Stücke, die rausmussten. Stücke, mit denen sich trefflich BWL-Abschlussfeiern sprengen lassen. Vorwiegend politisch motivierte Gründe führt Frank Iero an, wenn er erzählt, wie Leathermouth enstanden sind. Wer ihn hier schreien hört, der weiß es besser.

(Sven Cadario)

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Highlights

  • Catch me if you can
  • Sunsets are for muggings

Tracklist

  1. 5th period massacre
  2. Catch me if you can
  3. This song is about beig attacked by monsters
  4. I am going to kill the president of the United States Of America
  5. Murder was the case that they gave me
  6. Sunsets are for muggings
  7. My lovenote has gone flat
  8. Your friends are full of shit
  9. Bodysnatchers 4 ever
  10. Leviathan

Gesamtspielzeit: 23:35 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Palme
2010-04-23 16:11:53 Uhr
Leather?

*Mouthpalm*
lars
2010-04-23 14:35:00 Uhr
ich muss sagen, ich bin gerade echt schockiert. das ist ein nebenprojekt von my chemical romance? hab das album durch zufall in die hände bekommen und mir hat's echt gut gefallen. nix besonders neues, aber für mich hat sich's sehr authentisch angefühlt. gefällt. :)
toolshed
2009-02-16 05:45:05 Uhr
Durchaus gelungen, gerade für ein MCR Nebenprojekt.
Magoose
2009-02-05 23:29:10 Uhr
Hab ja mal ein Ohr bei Pusher riskiert, aber da ist mir persönlich das Tempo durchgehend zu hoch.

Was mir an Leathermouth gefällt:
Dort wird am Boden liegend sich langsam aufgerappelt, auf die Füsse gestellt, Schwung geholt, Anlauf genommen und dann voll ins Gesicht...immer wieder...geil ;)
The MACHINA of God
2009-01-30 10:45:11 Uhr
Wieso klauen die den Albumtitel von Elliott Smith? Pff...

Und den Bandnamen von einem Forumsteilnehmer!?
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