Rocket From The Crypt - Group sounds

Rocket From The Crypt- Group sounds

Vagrant / EFA
VÖ: 17.08.2001

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Kobra, übernehmen Sie!

Die Kobra ist ein gar gefährliches Tierchen, denn sie vermag es unwiderstehlich zu faszinieren. Dies allerdings nur zu ihrem eigenen Vorteil, denn so kann sie im nächsten Moment schon wieder zubeißen und ihr tödliches Gift versprühen. So verhält es sich auch mit dem neuen Werk von Rocket From The Crypt: "Group sounds" ist, so wie die Kobra auf dem Cover es schon andeutet, Verführung und Gefahr pur. Die Band um Frontmann Speedo hat es mal wieder geschafft, und die Platte hält alles, was man sich in den drei Jahren Wartezeit auf den Nachfolger zu "RFTC" erhofft hatte.

Nachdem die Band ihre Platten zuletzt noch auf Virgins Sublabel El-é-mental herausbrachte, sind Rocket From The Crypt nun auf Vagrant untergekommen, wo auch die Get Up Kids ihr Unwesen treiben. Dort überrascht man uns mit neu erweckter Spielfreude. So schallt es nur so vor Na-Ha-Ha-Ha-Refrains, und die Energie strömt förmlich durch die Luft. Dennoch ist es ein sehr einheitliches Album geworden, welches das Sextett aus San Diego nun vorlegt. Wurde man auf dem letzten Album noch vom Übersong "Lipstick" erdrückt, so ist es hier doch schwerer einen absoluten Favoriten auszumachen. Eigentlich sind alle Songs auf ihre Art bestechend. Und doch setzen sich besonders "Heart of a rat", "S.O.S." oder auch "Out of Control" fest. Deshalb verzeiht man der Band auch mal den Ausflug in ruhigere Gefilde, den sie mit "Ghost shark" unternehmen.

Sänger Speedo gibt mal wieder den swingenden Punk und schafft es dabei bestens, ein wunderbares Szenario vor dem Auge des Zuhörers auszubreiten. Schon nach wenigen Momenten sieht dieser sich schon im sonnigen Kalifornien, riecht förmlich die Pazifik-Luft, spürt den Sand von Venice Beach unter seinen Füßen und hört die Musik aus riesigen Ghettoblastern hinter sich. Auch wenn die Songs inhaltlich nicht immer nur zum Dahinschwelgen anregen sollen, drücken sie keineswegs schwermütig auf die Laune. Nein, hier überwiegt stets die Fröhlickeit. Man fühlt sich gut und sieht der Zukunft positiv entgegen. "I want to make it" lautet der Slogan, ganz so wie es auch "Heart of a rat" ausdrückt. Und wenn hier auch noch philosophier wird, daß "the heart of a rat is a lonely one", fühlt man sich mit der "Group sounds" niemals wirklich alleine und weiß sich immer gut behütet. Denn diese Kobra beißt und versprüht eine Menge guter Laune.

(Thorsten Schäben)

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Highlights

  • Out of control
  • Heart of a rat
  • S.O.S.
  • Dead seeds

Tracklist

  1. Straight American slave
  2. Carne voodoo
  3. White belt
  4. Out of control
  5. Return of the liar
  6. Heart of a rat
  7. Venom venom
  8. Savoir faire
  9. S.O.S.
  10. Dead seeds
  11. This bad check is gonna stick
  12. Spitting
  13. Ghost shark
  14. Chariots on fire
  15. I won't stare
  16. Alone

Gesamtspielzeit: 43:28 min.

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