Justice - A cross the universe

Justice- A cross the universe

Ed Banger / Because / Warner
VÖ: 28.11.2008

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Der Kreuzzug ins Glück

Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit, da lebten zwei Spielleute am Hofe zu Paris, der Hauptstadt des Frankenreiches. Der eine hieß Gaspard Augé und spielte eine meisterlich gefertigte Laute, deren grell klingende Schönheit auch die holdeste Maid zu bezirzen wusste. Der andere wurde Xavier de Rosnay gerufen und besaß eine magische Handtrommel, deren grollendes Donnern selbst den prächtigsten Gewittern ebenbürtig war. Da geschah es, dass die beiden Getreuen der höfischen Festlichkeiten überdrüssig wurden. Sie beschlossen, hinaus in die Welt zu ziehen, um sich Ruhm und Reichtum in fernen Ländern zu erwerben. Und weil ihr Mut nur von ihrer Gottesfurcht übertroffen ward, nahmen sie ein gewaltiges, funkelndes Kreuz mit, auf dass die Menschen in andächtiger Huldigung hernieder sinken würden.

Schon bald hörte ein jedes Kind, ob Stadt, ob Land, die Geschichte von den fahrenden Gauklern und ihrem gleißenden Kreuz. Wo immer Gaspard und Xavier zum Tanz aufspielten, warfen sich die Frauen demütig zu ihren Füßen und die Männer frohlockten ob der lebhaften Klänge, die sie ihren Instrumenten entlockten. Als aber kein Flecken der festländischen Reiche mehr unbereist war, nahmen sie ein Schiff und steuerten durch die weite See auf das sagenumwobene Amerika zu, um auch dort ihren Kreuzzug fort zu führen. Mit an Bord nahmen sie den kunstfertigen Bildhauer Romain Gavras, der die Geschichten und Erlebnisse der Reise in bunten Fresken festhalten sollte. Das hatte er schließlich schon zuvor mit der Ode "Stress" getan, deren kraftvolle Schlachtenbilder manch einen zart besaiteten Jüngling in schwere Atemnot gestürzt hatten.

Als sie schließlich zur heiligen Weihnachtszeit ins Frankenreich zurückkehrten, wollten Gaspard und Xavier dem Volk die in fremden Ländern verfeinerten Gesänge vortragen. Doch ein ungeduldiger Edelmann fragte: "Dies sind doch Arien, die wir schon über jedes Maß genossen. Wie können wir erneut Wonne daran haben?" Ein Raunen ging durch das Volk, doch Gaspard trat vor und sprach: "Ihr täuscht Euch! Zwar sind dies die Weisen, die Ihr zu kennen glaubt, doch haben sie an Dauer und Munterkeit gewonnen. Nicht weniger als ein jeder von euch soll nun selbst mit seinem Nächsten zum Gesang anheben." Auch Xavier warf ein: "Hört doch, wie wir das Liedgut der ehrenwerten Spielleute von Rammstein, Rage Against The Machine und Metallica in unser Oeuvre aufnahmen!"

Und so sangen sie, alle miteinander, priesen zunächst noch etwas verhalten die "Genesis" und erfreuten sich am Tanz. Doch mit jedem neuen Schwank wurde das Fest ausgelassener. Und waren einmal die letzten Töne eines Liedes sanft verklungen, trieben es Gaspard und Xavier schon einen Augenblick darauf noch ein wenig toller. Bis sie schließlich bei der Geschichte der Wässer von Nazareth jedem Anwesenden inbrünstig die Freundschaft schworen, was die Menschen ebenso leidenschaftlich erwiderten. Als die Musikanten schließlich über eine Stunde später erschöpft die Instrumente senkten, wurden sie von den Umstehenden mit Gold- und Silbermünzen reich beschenkt, und man lobpreiste ihre Namen. Gaspard und Xavier aber hielt es nicht lange in ihrer Heimat, bevor sie wieder auszogen, um ihre Werke zu spielen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann spielen sie noch heute.

(Dennis Drögemüller)

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Highlights

  • Stress
  • Waters of Nazareth
  • Phantom part 2
  • NY excuse

Tracklist

  • CD 1
    1. Intro
    2. Genesis
    3. Phantom part 1
    4. Phantom part 1.5
    5. D.A.N.C.E.
    6. D.A.N.C.E. part 2
    7. DVNO
    8. Waters of Nazareth (Prelude)
    9. One minute to midnight
    10. Tthhee ppaarrttyy
    11. Let there be lite
    12. Stress
    13. We are your friends (Reprise)
    14. Waters of Nazareth
    15. Phantom part 2
    16. Encore
    17. NY excuse
    18. Final
  • DVD 1
    1. A cross the universe [A documentary by Romain Gavras, So-Me & Justice]

Gesamtspielzeit: 76:20 min.

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