The Fireman - Electric arguments

The Fireman- Electric arguments

One Little Indian / Rough Trade
VÖ: 28.11.2008

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Paul is dead

Seit dem 14. Juni 1965 weiß Paul McCartney, wie es sich anfühlt, alleine im Studio herumzubasteln. Nachdem McCartney an diesem Tag die Abbey Road Studios betreten und seinen Song "Yesterday" ohne die Hilfe seiner drei Mitstreiter für die Ewigkeit festgehalten hatte, begann eine neue Zeitrechnung für die Beatles und ihren Bassisten: Große Songs können auch im Alleingang geschrieben werden, so wussten sie und er seither. 43 Jahre später macht McCartney glücklicherweise immer noch von seinem Talent Gebrauch. Und komponiert, als entspringe der Saft des Lebens der Reinheit der Musik.

Innerhalb von zwei Wochen haben McCartney und Produzent Youth nach elf Jahren das dritte Album von The Fireman fertiggestellt. McCartney schrieb die Songs, Youth drückte die Knöpfchen. Neu ist, dass diesmal nahezu klassische Popsongs entstanden sind, die von McCartney durchgängig besungen werden. Vater Jim McCartney gewidmet, einem ehemaligen Feuermann, wirkt "Electric arguments" wie eine bedingungslose Spielwiese, die Platz für Wünsche, Phantastereien und Visionen bereithält und ganz nebenbei tolle Songs in ihren Reihen hält.

So bollert "Nothing too much just out of sight" wie das selige "Helter Skelter" durch die Boxen. McCartney schreit über ein biestiges Gitarrenriff, ergibt sich dem Blues und verschwindet in einem bissigen Feedback. Die Single "Sing the changes" ernährt sich vom frühen Bruce Springsteen, den jungen U2 und Arcade Fire: Soundschichten, pathetischer Gesang, großes Thema. Es ist die Essenz des Sounds der Platte. Zwischendurch lugen Saloon-Rausschmeißer, wie das mitsingbare "Light from your lighthouse", oder verdrehter Clubsound, wie etwa beim drückenden "Lovers in a dream", hervor.

Im wunderbaren "Travelling light" zieht McCartney seine Stimme in die Untiefen, die sonst nur Mark Lanegan vorbehalten sind. Ein dunkler, abgestandener Song, so verspielt, wie süchtig machend. Um nicht an seinem großen Namen festgezurrt zu werden, wählte McCartney hier also erneut ein Pseudonym. Und gewann die Legitimation, zu machen, was zu machen ist. Er folgt seiner Harmoniesucht, erliegt seiner Melodieseligkeit. Er experimentiert, probiert und traut sich was. Paul is dead, long live The Fireman.

(Christian Preußer)

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Highlights

  • Sing the changes
  • Travelling light
  • Lifelong passion

Tracklist

  1. Nothing too much just out of sight
  2. Two magpies
  3. Sing the changes
  4. Travelling light
  5. Highway
  6. Light from your lighthouse
  7. Sun is shining
  8. Dance 'til we're high
  9. Lifelong passion
  10. Is this love?
  11. Lovers in a dream
  12. Universal here, everlasting now
  13. Don't stop running

Gesamtspielzeit: 62:41 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
The MACHINA of God
2008-12-20 17:28:32 Uhr
EIgentlich ist das gesamte ALbum ziemlich gut. "Highway" macht ach sehr Spaß.
The MACHINA of God
2008-12-15 16:41:13 Uhr
Gerade das!!!! "Sing the changes" ist göttlich.
musie
2008-12-15 16:34:57 Uhr
mir gefällts nicht, diese mischung von U2-gitarren und pauls sanfter stimme.
The MACHINA of God
2008-12-15 16:22:49 Uhr
Video gestern gesehen und begeistert gewesen.
bartel(d.E.)
2008-12-15 15:18:59 Uhr
Die Rezension liest sich wie 'ne 8 oder 9 von 10 - das Ergebnis ist verwunderlicherweise aber nur 'ne 6.
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