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Train - Drops of Jupiter

Train- Drops of Jupiter

Aware / Columbia / Sony
VÖ: 06.08.2001

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Am Ende des Tunnels

Wer in den vergangenen Tagen den Radio- oder Musikfernsehsender seines Vertrauens eingeschaltet hat, hat damit bereits einen Fehler zu viel begangen. Denn viel zu groß war die Wahrscheinlichkeit, daß einem eine bestimmte Melodie um die Ohren geweht wurde, die sich anschickte, in selbigen einen Wurm auf Lebenszeit zu hinterlassen. "Tell me, did the wind sweep you off your feet? / Did you finally get a chance to dance along the light of day / And head back to the Milky Way?" lauten die unheilbringenden Textzeilen, Train die Band und "Drops of Jupiter" die streichergeschwängerte Midtempo-Ballade mit Pianobegleitung, für die eine Band wie Fastball töten und Toploader zumindest eingehend das Messer wetzen würden.

Während "Drops of Jupiter" eine fernwehgeplagte Dame beschreibt, die nach ihrem Ausflug ins All noch dessen Spuren im Haar trägt, bemühen sich Train mit ihrem gleichnamigen zweiten Album, auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben und huldigen ganz nebenbei gleich reihenweise anderen amerikanischen Größen. Während ein Song wie "Hopeless" auch in den Händen der Counting Crows bestens aufgehoben wäre, lugen auf "Let it roll" die Gin Blossoms um die Ecke, bevor das schleichende "Mississippi" der Dave Matthews Band die Ehre erweist und das Saxophon für sanfte Gänsehaut sorgt.

Wie so oft, wenn eine Band wie Train in der mittleren Mitte des amerikanischen Mainstreams positioniert ist, entscheidet jedoch letztlich nur eines über Top oder Flop: das eigene Profil der Songs. Während der Titelsong das gesamte Album überstrahlt, gelingt es den restlichen zehn Songs nicht, aus dessen Schatten treten. Doch auch wenn manche der Band zurecht Austauschbarkeit und mangelnde Frische vorwerfen mögen, eignet sich das Album immerhin noch vorzüglich, um an einem lauen Sommernachmittag die Seele baumeln und die Gedanken gen Jupiter schweifen zu lassen. Und wenn "Drops of Jupiter" für die Train-Lokomotive schon nicht die Weichen in andere Sphären stellen mag, so genügt es doch, um das Licht am Ende des Tunnels ein wenig heller als sonst erstrahlen zu lassen.

(Armin Linder)

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Highlights

  • Drops of Jupiter
  • Hopeless
  • Mississippi

Tracklist

  1. She's on fire
  2. I wish you would
  3. Drops of Jupiter
  4. It's about you
  5. Hopeless
  6. Respect
  7. Let it roll
  8. Something more
  9. Whipping boy
  10. Getaway
  11. Mississippi

Gesamtspielzeit: 48:29 min.

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