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White Denim - Workout holiday

White Denim- Workout holiday

Full Time Hobby / PIAS / Rough Trade
VÖ: 25.07.2008

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Für Kinder unzugänglich aufbewahren

Bunte Jeans sind ja eigentlich eher den ganz kleinen Menschen unter uns vorbehalten. Später wird Denim dann zwar in allen möglichen Größen und Formen, aber größtenteils in gedeckten Farben an den Beinen durch die Gegend getragen. Davon abgesehen, dass Weiß nach exakter Definition und Betrachtung keine richtige Farbe ist, tragen drei erwachsene Texaner wohl noch Kindermode. Doch nicht nur in ihrem Bandnamen äußern White Denim ihre kindlichen Charakterzüge.

"Workout holiday" klingt nach Mittagsschlafverweigerern mit Hang zu Hyperaktivität, die heimlich aus Papas Thermoskanne Kaffee getrunken haben. Was einem da die Ohren zum Fiepen bringt, ist so druckvoll, wild, schnell, energiegeladen, lärmend und intensiv, dass der Pulsschlag sich erhöht. Man fühlt sich unglaublich gut und richtig im Leben, möchte sich lässig kleiden und dann mit dem Glauben, unbeschreiblich cool zu sein, seinem Kleidungsstil entsprechend hüpfen, bis der Babysitter kommt. Doch nach kratzig-schrägen Gitarren und Rock’n’Roll Sound in "Let’s talk about it" und "Shake shake shake" kommen die drei Jungs unerwartet mit dem lässig-ruhigen, beinahe sauber klingenden und vom Piano dominierten "Sitting" daher. Das ist aber auch einer der wenigen Momente, in denen White Denim dem Zuhörer nicht verschmitzt grinsend ans Bein pinkeln. Vielleicht, weil über das Sitzen einfach keine coolen Lieder geschrieben werden können und es im Gegensatz zu einem klärenden Gespräch oder "Shaken" einfach eine zu lahme Tätigkeit ist.

Es macht ziemlich Spaß, sich von elektronischen Beats, einer durchdrehenden Gitarre und einem scheinbar gerade wahnsinnig gewordenen Sänger so in Beschlag nehmen zu lassen, dass alles, was noch zu äußern möglich ist, einem wolfsähnlichen "aahuuu" ähnelt. So wie in "Mess your hair up" zum Beispiel. Mit "Heart from us all" und "IEIEI" hauen die drei Texaner dann noch eher poppige, aber niemals langweilige und einfallslose Nummern auf ihr Debüt.

Fertig ausgetobt, Jungs! Zumindest das Zuhören war spannend und auf eine positive Art anstrengend und fordernd. Aber, dass Ihr konfus gestrickt seid, lässt sich nicht erst aus Songtiteln wie "Look that way at it" und "Don’t look that way at it" ableiten. Vielen Dank für so viel Unverbrauchtheit und müheloses Durchhaltevermögen. Damit das so bleibt jetzt aber ab ins Bett. Den Mittagsschlaf nachholen, bitte!

(Natascha Leo)

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Highlights

  • Let's talk about it
  • Shake shake shake
  • Sitting
  • Mess your hair up

Tracklist

  1. Let's talk about it
  2. Shake shake shake
  3. Sitting
  4. I can tell
  5. Mess your hair up
  6. Heart from us all
  7. All you really have to do
  8. Look that way at it
  9. Darksided computer mouth
  10. WDA
  11. Don't look that way at it
  12. IEIEI

Gesamtspielzeit: 37:28 min.

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