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The Superjesus - Jet age

The Superjesus- Jet age

Eastwest / Warner
VÖ: 16.07.2001

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 9/10

Himmlischer Höhenflug

Schon lange ist es kein Geheimnis mehr, daß auf dem fünften Kontinent neben Känguruhs, Koalas und Krokodilen auch durchaus talentierte Musiker beheimatet sind. Australische Bands und Künstler wie AC/DC, Silverchair, Nick Cave oder The Living End sind nicht mehr aus der ersten Rock-Liga wegzudenken und lassen vermuten, daß "down under" noch einiges im Busch ist. So gelang es mit einer fröhlichen Mischung aus catchy Gitarren und poppigen Melodien auch The Superjesus, ihre Heimat im Sturm einzunehmen. Jetzt macht sich die Truppe um Chef-Stewardess Sarah McLeod ans Kofferpacken, um mit dem Zweitling "Jet age" plus der Empfehlung Doppelplatin im Gepäck Richtung internationaler Erfolg zu düsen.

Zweifellos verspüren die Australier mit dem größenwahnsinnigen Bandnamen den unstillbaren Drang, in die große Welt hinaus zu wollen. Den Startschuß zum Trip mit der Maschine des Typs "Jet age" gibt das wunderbar fröhliche "Over to you" als Begrüßungsdrink in bester Pop-Manier. Danach entpuppt sich "Gravity" gleich als wirklicher Appetithappen, der erfreulich aus dem üblichen Bordfraß hervorragt und durch seine sprichwörtliche Schwerelosigkeit beinahe vom Styroporteller abhebt, um dem Passagier um die Ohren zu segeln. Auch im weiteren Flugverlauf serviert uns die Crew von The Superjesus ein schmackhaftes Menü aus dynamischen Radio-Rock-Nummern à la "Secret agent man" bis hin zum träumerischen "Second sun".

Da trotz modernster Technik immer noch die wenigsten Flüge ohne Turbulenzen ablaufen, sollte man The Superjesus keinen Vorwurf machen, daß auch sie es nicht schaffen, alle Luftlöcher völlig auszugleichen. So ruckelt es bei "Everything turns" merklich, und auch das weitere Animationsangebot bis zum letzten offiziellen Stück "Holy water" läßt den Hörer mitunter die baldige Ankunft erhoffen. Die Landung in Form eines versteckten Songs namens "Everybody calls me lonely" versöhnt zu guter Letzt jedoch alle, die kurz davor waren, für den nächsten Flug wieder solide europäische Fluglinien wie Anouk oder Meredith Brooks zu buchen. Mit diesem wirklich furios rockenden Ende halten sich The Superjesus alle Möglichkeiten offen, in Zukunft die interkontinentale Reiselust aus uns Europäern herauszukitzeln.

(Patrick Rodeck)

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Highlights

  • Over to you
  • Gravity
  • Second sun
  • Everybody calls me lonely

Tracklist

  1. Over to you
  2. Gravity
  3. Enough to know
  4. In harm's way
  5. Secret agent man
  6. Second sun
  7. Fall to rescue
  8. Everything turns
  9. Safer emergency
  10. When I tell you in the end
  11. Checking in
  12. Holy water
  13. Everybody calls me lonely

Gesamtspielzeit: 50:26 min.

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