Disturbed - Indestructible

Disturbed- Indestructible

Reprise / Warner
VÖ: 30.05.2008

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Was tun, wenn's brennt?

Jetzt bollern sie wieder. Die schlichte Aussage macht klar: Ein neues Disturbed-Release hat mehr mit reinem Verlautbarungsjournalismus zu tun, als mit der Verkündung großer Neuigkeiten. Zum Ignorieren zu relevant, für Überraschungen zu verlässlich, beschränkt sich das Erzählenswerte über den Knüppel-Vierer aus Chicago meist auf ein paar harte Fakten. Die Beteuerungen, wie sehr man sich in diese oder jene Richtung orientiert habe, dürften Freunden und Gegnern der Band ohnehin herzlich egal sein. Die einen bescherten den Prügelknaben bereits die dritte Album-Nummer-1 in den amerikanischen Billboard-Charts, die anderen hören schon aus Prinzip weg, weil doch für sie alles gleich (lahm) klingt.

Nähern wir uns dennoch dem (vermeintlich) Neuen im Hause Disturbed: Neben der etwas variableren Gitarrenarbeit mit Trend zum Zweitriff bemüht sich vor allem Frontlunge David Draiman darum, seinen Einbahnstraßen-Gesang etwas aufzumöbeln - seltsam, dass er nach eigener Aussage den Schwerpunkt eigentlich wieder mehr auf sein Stakkato-Shouting legen wollte. Die ersten drei, vier Songs sind treibende Disturbed-Standards, die durch angenehm melodische Parts gewinnen. Nach Treffern wie "Inside the fire" oder "Deceiver" rutscht die Platte aber bald in die bestenfalls mittelmäßige Selbstkopie ab. Dank des passablen Auftakts und einzelnen Lichtblicken wie "Haunted" bleibt dennoch ein beinahe gutes Album übrig. Trotz der Soli, die immer noch genauso unmotiviert hereinplatzen, wie auf dem Vorgänger "Ten thousand fists".

Ob es wirklich erfüllend ist, sich irgendwo im oberen Mittelfeld der Musikwelt in Reichweite des Langeweile-Todes ständig routiniert zu wiederholen, solange dabei brandheiße Platinalben herausspringen, müssen Disturbed mit sich abmachen. "Indestructible" klotzt erwartungsgemäß, aber die Geste dahinter wird zunehmend leerer und beliebiger. Live ist diese Band bestimmt noch immer sehr unterhaltsam. Das sind Rammstein allerdings auch. Bei deren Alben vergeht einem mittlerweile das Lachen recht schnell.

(Dennis Drögemüller)

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Highlights

  • Inside the fire
  • Haunted

Tracklist

  1. Indestrucible
  2. Inside the fire
  3. Deceiver
  4. The night
  5. Perfect insanity
  6. Haunted
  7. Enough
  8. The curse
  9. Torn
  10. Criminal
  11. Divide
  12. Facade

Gesamtspielzeit: 49:12 min.

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User Beitrag
Khanatist
2008-06-07 15:45:21 Uhr
Die gingen mir schon auf den Sack, als ich solche Musik noch eigentlich gut fand. Beim "Shout"-Cover will man wirklich nur noch schreien.
Lacky
2008-06-07 15:41:12 Uhr
sehr gelungenens Album. Die meisten werden zwar wieder die Weiterentwicklung vermissen aber mir ist das egal solange mir die songs trotzdem gefallen.

Indestructible ist definitiv 1-2 Gänge härter ausgefallen als der Vorgaänger, einige sehr gute Guitar-Solis sind auch zu finden und die songs haun schon richtig gut auf die Kacke. Seit dem Debut sicher das beste Album.
Lacky
2008-04-18 18:15:46 Uhr
Egal ob Prollmetal oder nicht. Jedem das seine. Aber live sind die Jungs schon sehr gut. Hab sie shcon 2 mal gesehen und die rocken schon ordentlich auf der Bühne. Trotz das der Sänger sich teilweise sehr komisch bewegt :)
ü-gong
2008-04-06 08:03:43 Uhr
rock am ring-bierzelt-AbiturentGoesEvil und Hart-prollmucke!
ü-gong
2008-04-06 08:03:33 Uhr
rock am ring-bierzelt-AbiturentGoesEvil und Hart-prollmucke!
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