From First To Last - From First To Last

From First To Last- From First To Last

Interscope / Universal
VÖ: 06.06.2008

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Bloß weg

Name: Sonny Moore. Alter: 20. Beruf: Musiker, Mädchenschwarm und Beinahe-Band-Kaputtmacher in Personalunion. Denn tatsächlich war der Fortbestand von From First To Last auf der Kippe, nachdem sich der zu Höherem berufen fühlende kalifornische Bill Kaulitz Anfang letzten Jahres aus dem Staub gemacht hatte. Mit dem recht erfolgreichen "Heroine", Wes Borland am Bass und jeder Menge Medienpräsenz waren From First To Last vor nicht mal zwei Jahren noch obenauf. Doch 2008 standen die verbliebenen Jungs - mittlerweile auch von Capitol Records fallen gelassen - plötzlich vor dem Aus. So schnell kann es gehen.

Wenn man sich die Singleauskopplung "Worlds away" anhört und den dazugehörigen Videoclip sieht, könnte man sich böswillig fast schon wünschen, die Band hätte sich tatsächlich aufgelöst. Hat sie aber nicht. Stattdessen avancierte Matt Good zum neuen Leadsänger, während Aushilfsbassist Matt Manning ganztags anheuerte. Froher Mut, frischer Wind: Man kennt das ja. Und tatsächlich hauen die Jungs ein Album raus, das abgesehen von der langweilig-peinlichen Single und gelegentlichen Abschweifungen ins 08/15-Emoland wie "We all turn back to dust" oder "In memorium in advance" zwar "Heroine" nicht toppt, aber doch einiges hergibt.

Ein Keifen, ein Schreien und flottes Tempo eröffnen Album Nummer drei. "Two as one" mimt den harten Opener und reicht weiter zu "The other side", einem der Highlights der knappen Dreiviertelstunde. Druckvoll, energiegeladen, klasse arrangiert und mit einem Gesang, der perfekt zum musikalischen Rahmen passt. Atmosphärisch kommt "Medicinal reality" daher, während "Deliverance!" auf Härte und Geschrei setzt, "Be-headed (Marathon man)" fast schon postrockig-chaotische Züge annimmt und "I once was lost, but now am profound" ordentlich auf die Tube drückt. Ähnlich wie das wuchtige und doch melodische "Tick tick tomorrow", von dem es on top noch eine wohlig klingende Akustik-Version als Rausschmeißer gibt. Sonny wer?

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • The other side
  • Tick tick tomorrow
  • I once was lost, but now am profound

Tracklist

  1. Two as one
  2. The other side
  3. Worlds away
  4. We all turn back to dust
  5. Medicinal reality
  6. A perfect mess
  7. Tick tick tomorrow
  8. Deliverance!
  9. I once was lost, but now am profound
  10. Be-headed (Marathon man)
  11. In memorium in advance
  12. Tick tick tomorrow (acoustic)

Gesamtspielzeit: 42:46 min.

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