In Flames - A sense of purpose

In Flames- A sense of purpose

Nuclear Blast / Warner
VÖ: 04.04.2008

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 8/10

Spiegel matt

"Spieglein, Spieglein an der Wand, sag mir, wer ist die beste Melodic-Death-Metal-Band im Land?" Die Kenntnis darüber, dass Antworten und sonstige Wahrheiten oftmals in reflektierenden Flächen zu finden sind, scheint sich auch im fernen Göteborg herumgesprochen zu haben. In Flames können ein Lied darüber singen und tun das sogar in Form ihrer ersten Singleauskopplung "The mirror's truth", einer musikalischen Selbstanklage zum Thema globale Erwärmung. Würde man alleine diesen Song als Maßstab für die Beantwortung der Eingangsfrage berücksichtigen, lautete die Antwort allerdings vermutlich nicht In Flames.

Jesper Strömblad selbst, seines Zeichens Gründer, Gitarrist und Songwriter, diktierte vor kurzem in die Notizblöcke, dass das Album "nicht revolutionär neu" geworden sei. Das ist in einem Business, in dem jeder Künstler sein neues Machwerk marketinggerecht stets als das beste und abwechslungsreichste Album der gesamten bisherigen Karriere anpreist, einerseits verblüffend ehrlich und andererseits absolut den Tatsachen entsprechend. Großartig getan hat sich im Vergleich zu "Come clarity" nichts. Dennoch ist der vermehrte Hang zu noch mehr melodischen Passagen auffällig. Zum Beispiel eben beim bereits erwähnten Opener, der zwischen Doublebass und Geschrei mit einem fast schon entzückend hymnischen Refrain daherkommt.

Sind Melodien und weniger Härte nun der Preis dafür, dass In Flames einer der Hauptprotagonisten im Metal-Mainstream sind? Jede x-beliebige junge Metal(core)-Band, die etwas auf sich hält, nennt die Mannen um Sänger Anders Friden als eine ihrer Hauptreferenzen. Manchmal scheint es, als wären In Flames selbst nur noch eine von vielen, schließlich sind die Zeiten von "The jester race" lange vorbei. Nein, früher war sicherlich nicht alles besser, aber ein im Niemandsland zwischen Nu-Metal und Powerballade tingelndes "Alias" bringt heute genausowenig wie das seltsam anmutende Acht-Minuten-Pathos "The chosen pessimist" irgendjemanden weiter.

Songs wie "Disconnected", "Sleepless again", das furiose "I'm the highway", "Sober and irrelevant" oder "March to the shore" gehen dann aber mächtig nach vorne. Aggressiv, knackig und mit jeder Menge Drive absolvieren In Flames handwerklich ohne Fehl und Tadel das, was sie können. Wäre es ein Debütalbum einer jungen Band, zöge man den Hut. Für In-Flames-Verhältnisse ist "A sense of purpose" Durchschnitt. Es bleiben Schlieren auf dem Spiegel.

(Jochen Gedwien)

Bei Amazon bestellen / Preis prüfen für CD, Vinyl und Download
Bei JPC bestellen / Preis prüfen für CD und Vinyl

Bestellen/anhören bei Amazon

Highlights

  • Disconnected
  • I'm the highway
  • Drenched in fear

Tracklist

  1. The mirror's truth
  2. Disconnected
  3. Sleepless again
  4. Alias
  5. I'm the highway
  6. Delight and angers
  7. Move through me
  8. The chosen pessimist
  9. Sober and irrelevant
  10. Condemned
  11. Drenched in fear
  12. March to the shore

Gesamtspielzeit: 48:26 min.

Album/Rezension im Forum kommentieren (auch ohne Anmeldung möglich)

Einmal am Tag per Mail benachrichtigt werden über neue Beiträge in diesem Thread

Um Nachrichten zu posten, musst Du Dich hier einloggen.

Du bist noch nicht registriert? Das kannst Du hier schnell erledigen. Oder noch einfacher:

Du kannst auch hier eine Nachricht erfassen und erhältst dann in einem weiteren Schritt direkt die Möglichkeit, Dich zu registrieren.
Benutzername:
Deine Nachricht:
Forums-Thread ausklappen
(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
thorsten
2010-09-11 11:29:16 Uhr
Irgendjemand Interesse an einem In Flames Longsleeve, das ich verkaufen möchte? Gut erhalten - blau/gelb mit Flammen auf den Ärmeln, IN FLAMES als Carlsberg Schriftzug und dem Zusatz "Probably the best band in the world". Dann kurze Mail an mich. Das Sleeve sollte relativ bekannt sein - habs schon ein paar Mal auf Festivals gesehen, gibt es wahrscheinlich gar nicht nicht mehr zu kaufen.
BlueEgoBox
2008-04-24 21:55:11 Uhr
Tourdaten:

03 Luxembourg Den Atelier LUX
04 Cologne Paladium GER
05 Wiesbaden Schlachthof GER

08 Paris Zenith FRA
09 Tilburg 013 HOL
10 Nancy L’escale FRA
11 Lyon Tranbordeur FRA
13 Barcelona Razzamatazz 1 ESP
14 Granada La Copera ESP
15 Madrid La Riviera ESP
16 Bilbao Rock Star Live ESP
19 Munich Zenith GER
24 Dresden Alter SchlacthofGER
25 Berlin Columbiahalle GER


This is to be part of the upcoming European headline tour and more dates will be announced soon, so please note that these are NOT all the dates on this tour, more to be announced VERY soon!

Support on the tour comes from:
Gojira - http://www.myspace.com/gojira
Volbeat - http://www.myspace.com/volbeat
Sonic Syndicate - http://www.myspace.com/sonicsyndicate


Quelle: inflames.com
mike
2008-04-08 17:27:47 Uhr
Nach den (in meinen Augen) furchtbaren Alben Soundtrack to your escape und Come clarity endlich wieder was brauchbares. Zwar nicht so gut wie früher, aber ich werd mir das Album auf jeden Fall holen, und Come clarity ganz schnell bei ebay verschleudern.
Elchtod
2008-04-05 19:37:38 Uhr
"aber die beiden abziehbilder danach braucht kein mensch."

Dann bin ich kein Mensch.
The Jester Race und Whoracle sind Hammeralben. Die bauen ganze Kopfwelten beim Hören auf. colony zwar etwas schlechter, klingt aber dennoch 1000mal erdiger,detailverliebter und insbesondere atmosphärischer, als der uninspirierte Stumpfpseudometal mit Korn-Vocals seit RRTR. Zugegeben, Come Clarity ging wieder in eine bessere richtung und hatte wenigstens einige nette Leads, aber mit der Neuen Platte haben sie echt den Vogel abgeschossen. jetzt langt es einfach mal mit den erbärmlichen bemühungen, krampfhaft "was anderes" machen zu wollen, das man einfach NICHT DRAUF HAT.
Vergleiche Mit At the Gates sind meiner Meinung nach vollkommen daneben. In Flames waren bis RRTR nie besonders "hart", oder "aggressiv", was bei At the gates (die ich auch sehr schätze)vielmehr der fall war. Jetzt mal abgesehen davon, dass At the Gates viel mehr im Thrash, als im Melodeath steckten und auch atmosphärisch in ne ganz andere Richtung gingen. Wurde ja auch mit The Haunted weitergeführt.
Daharka
2008-04-05 16:27:49 Uhr
Come Clarity ist/war großartig... da haben sie den metal wiederentdeckt... jetzt ist das ganze irgendwie wieder ne ladung zu seicht...
Zum kompletten Thread

Hinterlasse uns eine Nachricht, warum Du diesen Post melden möchtest.

Bestellen bei Amazon

Threads im Plattentests.de-Forum