Styrofoam - A thousand words

Nettwerk / Soulfood
VÖ: 18.04.2008
Unsere Bewertung: 7/10
Eure Ø-Bewertung: 7/10

Knopf im Ohr
Zu Hause auf dem Nachttisch wird so ein Teddybär Zeuge eines Lebens: Der erste Albtraum. Das Hören der ersten eigenen CD. Die erste Knutscherei. Das erste Mal. Unvorstellbar, sich jemals von dem treuen Begleiter zu trennen, bis der Auszug aus dem Elternhaus näher rückt und Nostalgie zu den Akten gelegt werden muss. Arne van Petegem macht da nicht mit. Er kuschelt aufs Erwachsenwerden. Mit dem Teddy geht er durch dick und dünn und notfalls auch durch das sechste Album seines Projekts Styrofoam. "A thousand words" - der Soundtrack für das Lebens der stummen Augenzeugen.
Mit einem Laptop als Bastelutensil, ein paar Gitarrenspuren und dem Mut zum großen Pop komponiert Petegem ergreifende Hymnen auf die vorbeirauschende Jugend. Mit Jim Adkins (Jimmy Eat World) im Gepäck, der im zarten "My next mistake" als Gastsänger zu belauschen ist. Mit Josh Rouse in "Lil white boy" - und dem Verweis, dass vergangene Alben des Belgiers mit reger Beteiligung von The Notwist entstanden sind, lässt sich der Sound von Styrofoam einnorden. Es wäre zwar zu weit gegriffen, "A thousand words" als das schönste Album von The Postal Service anzupreisen, man würde damit aber aussprechen, was beim Hören unweigerlich im Kopf herumspukt.
Der knisternde Elektropop von "After sunset", der sich so federleicht ins Ohr legt, bereitet den Weg für einen Langspieler, der enorme Hitdichte aufweist. Elf Songs, elf Herzensbrecher. Sobald man das erste Mal die sehnsuchtsvolle Stimme von Teilzeit-Duettpartnerin Blake Hazard vernimmt, die unweigerlich an Amy Millan der Stars erinnert, stockt der Atem und man weiß, dass man in "A thousand words" eine erste Platte für den Sommer gefunden hat. Eine Platte, die man all seinen Freunden schenken will.
Highlights
- My next mistake
- No happy endings
- The other side of town
Tracklist
- After sunset
- A thousand words
- My next mistake
- No happy endings
- Microscope
- Thirty to one
- The other side of town
- Lil white boy
- No deliveries list
- Bright red helmet
- Final offer
Gesamtspielzeit: 45:39 min.
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(Neueste fünf Beiträge)
User | Beitrag |
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Oliver Ding |
2008-09-09 21:01:55 Uhr
Die ersten beiden Alben von finn. Die neue ist eher kammermusikalisch und orchestriert. |
banküberfall |
2008-09-09 20:02:36 Uhr
postal service hat jetzt mit justice auch nur ungefähr so viel zu tun wie die milschnitte mit der täglich frischen portion milch |
bee |
2008-09-09 20:00:46 Uhr
The One AM Radio |
solea |
2008-09-09 19:02:09 Uhr
also diese "Uzi & Ari" höre ich mir eben auf myspace an, das klingt wirklich nicht schlecht. |
solea |
2008-09-09 19:01:31 Uhr
ich kann ihn schon verstehen. postal service gerade im Vergleich zu Notwist. Dann weiß man schon was er meint. |
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Referenzen
Memphis; Stars; Velveteen; The Postal Service; Dntel; Turner; Get Cape. Wear Cape. Fly; Dashboard Confessional; I Can Make A Mess Like Nobody's Business; Magnet; Erlend Øye; The Whitest Boy Alive; Her Space Holiday; Casiotone For The Painfully Alone; Weevil; Ben Christophers; Stereolab; Cornelius; Electric President; Radical Face; Mobius Band; The Russian Futurists; Throw Me The Statue; New Order; Now It's Overhead; Jan Gazarra; Ozark Henry; Boy In Static; Miles; Lali Puna; Console; The Notwist; Naked Lunch; Raz Ohara & The Odd Orchestra; Hot Chip
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