Static-X - Machine

Static-X- Machine

WEA / Warner
VÖ: 21.05.2001

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 9/10

Sand im Getriebe

Mit ihrem Debüt-Album "Wisconsin death trip" legten Static-X vor zwei Jahren einen Bastard aus Techno, Thrash und Industrial, gewürzt mit einer Prise Ambient und Trance, vor, mit dem man Größen wie Ministry und Marilyn Manson einheizen wollte. Nun liegt das zweite Werk der Wahl-Kalifornier vor, was nach eigener Aussage dort weiter machen soll, wo das Debüt aufgehört hat. Zunächst einmal ist festzuhalten, daß die Mannen um Mastermind Wayne Static wesentlich kompromißloser zu Werke gehen. Nach dem kurzen Intro wird man von einem mächtigen Urschrei an die Wand gedrückt, um gleich die neue Marschrichtung von Static-X am eigenen Leib zu erleben. Songs wie "Get to the gone" oder "Otsego undead" kacheln im Express-Tempo aus den Boxen. Hin und wieder ist wie bei "Black and white", der ersten Single-Auskopplung, sogar so etwas wie der Hauch von Melodie zu erkennen. Die einzelnen Tracks sind durchaus kompakt und wirken für sich genommen wie der berühmte Schlag ins Gesicht (oder alternativ die Explosion des Föns direkt davor, welche schon Frontmann Static die Frisur verpaßte).

Das Ganze hat allerdings einen Haken: Dem Album fehlt es an wirklichen Highlights. Meist brettert die Musik in ewig gleichem Tempo vor sich hin, während Static fast ununterbrochen wie am Spieß brüllt. Richtig gut werden Static-X bezeichnenderweise nur dann, wenn sie den Fuß ein wenig vom Gaspedal nehmen. Dann allerdings ziehen sie alle Register, die dieses Genre bietet. Resultat sind kalte, geradezu klinische Sounds, wie sie z.B. Front Line Assembly nicht besser produzieren könnten ("Machine"). Dummerweise schwächelt das Album gerade bei der Produktion, welche sich an der Zusammenarbeit von Rhys Fulber mit Fear Factory messen lassen muß. "Machine" aber wandert oftmals eher wie ein Zweitakter als ein V8 aus den Boxen. Unrühmlicher Schlußpunkt und verbeulte Stoßstange zugleich ist mit "A dios alma perdida" der Versuch einer Noise-Orgie, wie sie Vorbilder wie Ministry oder Skinny Puppy schon vor zehn Jahren grandioser zusammengedengelt haben.

So geriet "Machine" mitunter durchaus ansprechend, kann auf die Dauer aber auch mächtig nerven. Das Potential der Band wird mit Songs wie dem bereits erwähnten "Cold" durchaus angedeutet. Mehr davon versuchten sie als Support der Chaoten von Slipknot sowie auf den großen Pfingstfestivals unter Beweis zu stellen. Gerade dort wußten Static-X mit einem ungeheuer druckvollen Set zu überzeugen. Um aber etablierten Größen wie Fear Factory auch auf Tonträger das Wasser zu reichen, werden noch einige Verbesserungen an der industriellen Metall-Maschine nötig sein. Bislang jedenfalls fehlt dazu noch die eine oder andere Schraube.

(Markus Bellmann)

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Highlights

  • Permanence
  • Cold
  • Shit in a bag
  • Machine

Tracklist

  1. Bien venidos
  2. Get to the gone
  3. Permanence
  4. Black and white
  5. This is not
  6. Otsego undead
  7. Cold
  8. Structural defect
  9. Shit in a bag
  10. Burn to burn
  11. Machine
  12. A dios alma perdida

Gesamtspielzeit: 42:58 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
freezer burn
2013-05-02 12:52:14 Uhr
Ein gelungenes Album. Mindestens so gut wie der Vorgänger (Wisconsin Death Trip).

8/10

Highlights:

Get To The Gone
Black And White
This Is Not
Otsego Undead
Cold
TobyBo
2005-03-30 14:25:43 Uhr
Selten so nen Müll wie Static-X gehört. Die sind ja fast so schlimm wie Slipknot.
Push-Teufel^^
2005-03-30 14:11:22 Uhr
*lol*

Immer noch langweilig :)
Mafia Chefin!!!
2002-01-25 16:50:34 Uhr
Hey Guardi, es wird hier wirklich langweilig!!!
Guardi
2002-01-25 16:43:19 Uhr
Also, so langsam wird es dann doch langweilig !
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