Dumdums - It goes without saying

Dumdums- It goes without saying

Wild Star / Edel
VÖ: 05.06.2001

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Horror an der Ladentheke

Einmal alle zwölf Monate ist es wieder soweit: Wenn sich die Außentemperaturen hochsommerlichen Werten nähern, geschieht erstaunliches in allen Ländern dieser Erde. Röcke werden mit dem Anstieg der Hitzegrade kürzer und kürzer, aufgeräumte Hormonhaushalte poltern durcheinander, und auf dem Friedhof ist die Hölle los. Vor der Seuche, die die aus ihren Gruften emporsteigenden Jungmusiker mit substanzlosem Sonnenschein-Gedudel verbreiten, ist niemand sicher. Selbst intelligenteste Konsumenten mutieren zu willenlos gesteuerten Zombies und werden an den Kassenhäusern der Plattenläden bis auf den letzten Tropfen gnadenlos ausgesaugt. Therapie zwecklos.

Auf den schicken Namen Dumdums hören drei Jungmusiker aus Großbritannien, die einem auf dem Cover ihres Debüts in freudiger Erwartung ihrer Opfer entgegengrinsen. Und tatsächlich: Unbestätigten Gerüchten zufolge sollen im Mutterland des Fußballs bereits Tausende ahnungsloser Männlein und Weiblein vom Dumdums-Fieber infiziert sein. Ein Gremium berühmter Wissenschaftler versuchte vor einigen Wochen, dem Unheil auf die Spur zu kommen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen ergaben Erstaunliches: Bei dem Mittel, mit dem die jungen Herren ihre Beute ins Netz locken, handelt es sich zum großen Teil um eine genetische Mutation des gefürchteten "Ohrwurmus Maximus". Ausgestattet mit dem Erbgut der ganz Großen glanzvoller Punkpop-Unterhaltung und ein ganz klein wenig auch mit dem vergangener Helden bahnt sich das Ungeziefer unaufhaltsam seinen Weg durch Gehörgänge und Hirnrinden zum Zentrum der audiovisuellen Stimulierung.

Doch es besteht Hoffnung. Laut Aussage des international angesehenen Neurologen Professor Dr. Van Hörsing stünde der bemerkenswert kurzen Inkubationszeit eine relativ kurze Lebenserwartung gegenüber. Lediglich gegenüber den beiden als sehr gefährlich eingestuften Auswüchsen "Everything" und "Army of two" sollte höchste Vorsicht geboten werden. Spätestens bis zum Herbst solle sich die Lage ohnehin beruhigt haben. So lange gälte es, Kruzifix und Knoblauchzehe griffbereit zu halten. Das nächste Opfer kommt selten allein.

(Sven Cadario)

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Highlights

  • Everything
  • Army of two

Tracklist

  1. The kind of day I've had
  2. Everything
  3. Caught me in a trap
  4. Until my ship comes in
  5. Can't get you out of my thoughts
  6. You knock me off my feet
  7. Killing me with kindness
  8. Lonely hearts company
  9. You do something to me
  10. Hole in your heart
  11. Army of two

Gesamtspielzeit: 45:59 min.

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