This Is Hell - Misfortunes

This Is Hell- Misfortunes

Trustkill / SPV
VÖ: 15.02.2008

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Nach dem Winterschlaf

Und täglich grüßt das Murmeltier. Schläft man? Träumt man? Irrt man? Oder ist das doch alles real? Zwickt mal bitte jemand! Ja doch, es scheint so, als wäre man im Hier und Jetzt. Mysteriös. Gefühlt gestern kam doch erst "Sundowning" raus. Und heute schon wieder ein neues Album von This Is Hell, seltsam. Eine kurze Recherche verrät, dass gestern der 16. November 2007 war. Heute ist Februar 2008. Immerhin ein Winterschlaf dazwischen, dennoch eine komische Veröffentlichungspolitik mal wieder.

Was sich erst einmal nach Geldmache anhört und bitteren Aufstoß hervorrufen könnte, entpuppt sich dennoch als ganz cleverer Schachzug. Auch für die Band selbst wohlgemerkt. Zwar wurde im November in Deutschland ein altes Album von 2006 erstveröffentlicht, was längst nicht mehr repräsentativ war - vom Sound her und überhaupt - doch This Is Hell erwecken nun immerhin den Eindruck, als hätten sie sich binnen der letzten drei Monate mal so richtig weiterentwickelt. Clever gemacht.

Doch auch wenn man sich von diesem Trick 17 nicht blenden lässt, dann muss man zweifelsohne zugeben, dass This Is Hell mit "Misfortunes" in die Riege dieser Hardcore-ohne-Umwege-Bands vorgestoßen sind. Soll heißen: direkter, trockener Sound, modern angehaucht und dick produziert. Gerne auch einmal auf Kosten der Intensität, aber auch das haben Dead Hearts oder Comeback Kid schon erfolgreich vorgemacht.

Dabei ist genau das gar nicht einmal die Ecke, in die This Is Hell vordringen wollen. Vielmehr würden sie doch zu gern in die gleiche dreckig-schleppende Kerbe von Modern Life Is War schlagen, die sich immerhin zutrauen, über den kleinen Teller des Genres hinauszublicken. So hört sich "Misfortunes" zumindest an. Langsam tasten sich This Is Hell vor, gelegentlich klingt es an, doch erst mit dem vorletzten Song zeigen This Is Hell ihr ganzes Potenzial offen und direkt. "Last days campaign" ist melodiös, intensiv, anders, aber trotzdem Hardcore genug. Und zudem noch real, ohne Irren und ohne Murmeltiere.

(Christoph Schwarze)

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Highlights

  • In shambles
  • Last days campaign

Tracklist

  1. Reckless
  2. Infected
  3. Disciples
  4. In shambles
  5. Realization: Remorse
  6. Without closure
  7. Remnants
  8. Resuscitate
  9. Fearless vampires
  10. You are the antithesis
  11. End of an era
  12. Mmoirs
  13. Last days campaign
  14. Cement shoes

Gesamtspielzeit: 44:13 min.

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