Simple Plan - Simple Plan

Simple Plan- Simple Plan

Atlantic / Warner
VÖ: 08.02.2008

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

All you can hear

Zugegeben: In Gourmetkreisen standen Simple Plan noch nie weit oben im Restaurantführer. Musikalische Feinkost gab es unter anderen Adressen zu finden. Dass sich Pierre Charles Bouvier, Chefkoch der kanadischen Poppunker, und seine Mannen daran bislang wenig bis gar nicht gestört haben, dürfte am so genannten McDonald’s-Effekt liegen: Angeblich geht keiner hin, obwohl die Läden stets rappelvoll sind.

Immerhin haben die Jungs bisher weltweit über sieben Millionen Longplayer abgesetzt. Und das mit musikalischem Fast Food. Music for the masses im wahrsten Sinne des Wortes. Einem saftigen Plattenvertrag, deftiger PR-Maschinerie und fetter Produktion sei Dank. Warum auch nicht? Ein leckerer Burger kann zur richtigen Zeit zwischendurch mehr bewirken als ein komplettes Fünf-Gänge-Menü. Lange hält so was allerdings bekanntermaßen nicht vor. Das war weder bei "No pads, no helmets... just balls" noch bei "Still not getting any" der Fall. Und ist es beim selbst betitelten Drittwerk erst recht nicht.

Für ihre elf neuen Tracks haben sich Simple Plan nicht nur einen oder zwei, auch keine drei, sondern gleich vier Produzenten geordert. Wer hat noch nicht, wer will noch mal? Die vielen Köche, die hier den Brei verderben, sind Dave Fortman (Evanescence), Nate Hills (Justin Timberlake), Chris Lord-Alge (Green Day, Billy Talent) und die Plastikpop-Institution Max Martin (Kelly Clarkson, P!nk, Bon Jovi, N*Sync, Backstreet Boys, Britney Spears). Wie es sich liest, klingt es auch. "When I’m gone" ist so ein Paradebeispiel. Im Radio und MTVIVA auf Dauerrotation, ist das einer der Songs, die man als popaffiner Zuhörer einfach laufen lässt, obwohl er eigentlich belanglose Reißbrettarbeit ist. Mit Punk hat das natürlich nichts zu tun. Genauso wenig wie "Generation", das mit pompösem Anfang auf dicke Hose macht und von derzeit marktbeherrschenden HipHop/R'n'B-Anleihen der Marke Timberlake/Timbaland geprägt ist.

Doch damit ist lange noch nicht Schluss. Ein bisschen Synthie/Wave-Geklimper ("The end") gefällig? Jede Menge Herzschmerz ("Save you", "I can wait forever”)? Oder breitflächig angelegten Stadionpop zwischen U2 und Angels And Airwaves ("Holding on", "What if")? Simple Plan wollen alles anbieten. All you can hear, sozusagen. Nach so etwas ist man voll. Aber leider nicht satt.

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • Take my hand
  • The end

Tracklist

  1. When I’m gone
  2. Take my hand
  3. The end
  4. Your love is a lie
  5. Save you
  6. Generation
  7. Time to say goodbye
  8. I can wait forever
  9. Holding on
  10. No love
  11. What if

Gesamtspielzeit: 43:19 min.

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User Beitrag
rrqznzrfnh
2013-03-11 03:09:45 Uhr
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zssckag
2013-03-11 03:09:44 Uhr
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Carolina
2013-03-10 03:59:56 Uhr
I loooove this and am tlltaoy inspired Have been looking for just the right color yellow will you email me and tell me what color you used? Or post it here and I will check back!
Mixtape
2008-02-09 13:15:02 Uhr
Ich find's fast schon wieder imponierend, dass jemand im Jahr 2008 ohne Spur von Ironie "Hey ho, let's go" singt.
Daharka
2008-02-08 23:01:35 Uhr
Hier When im gone(geht irgendwie nicht ausm kopf, was auch daran liegen könnte das ich den song auf der arbeit millionen mal im radio höre), the end, take my hand! aber versteh mich nicht falsch find die platte auch nicht gut...
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