Godsmack - Awake

Godsmack- Awake

Motor / Universal
VÖ: 28.05.2001

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Unerhörte Gebete

Göttererwachen: Das Warten hat ein Ende. Während deutschlandweit mystische Gestalten wie die Mumie in spektakulärer Weise auf die Leinwände zurückkehren, ereignet sich zur selben Zeit die Reinkarnation eines ganz anderen göttlichen Mythos: Godsmack! Während in den USA bereits seit Monaten "Awake" in den Läden steht, mußte man hierzulande entweder den teuren Importweg gehen oder aber ein gehörige Portion Geduld aufbringen, bis die Veröffentlichung des Zweitlings der Bostoner heraufbeschworen wurde.

Götterspeise: Frontmann Sully Erna hatte es allen versprochen, daß "Awake" laut und hart wird. Nun ja, mit beidem hat er definitiv recht gehabt. Verschlungen werden dabei, wie schon beim selbstbetitelten Debut, geradliniger Rock wie dunkle, trippige Grooves. Sullys Stimme und deren Verwandtschaft zu James Hetfields Organ entwickeln sich schnell zum tragenden Element von Godsmack. Harte Töne statt Wackelpudding!

Götterwerk: Godsmack haben solide gearbeitet, das Meisterwerk der Schöpfung erzielen sie jedoch nicht. Die flehende Textpassage "God help me" in "Mistake" gleicht bereits einem Hilferuf, um den schwachen Mittelteil des Zweitlings der Bostoner Combo zu überstehen. Besonders "Trippin'" wird zur Fahrt ins unbedeutende Fegefeuer, nicht Himmel nicht Hölle, eben Godsmack. Erst das atmosphärische "Vampires" läßt wieder aufhorchen, bevor zu guter Letzt "Spiral" dank des Gastauftritts von Luxx-Sängerin Katrina Chester zum einzigen wirklichen Höhepunkt avanciert.

Götterdämmerung: Sei es, daß die Szene durch eine Flut von New Metal einer generellen Inflation unterlegen ist, oder sei es, daß die Songs einfach zu schwach auf der Brust sind, aber "Awake" hat einfach nicht den Zauber mancher vergleichbarer Band. Zu belanglos wird ohne jede Intensität und Kreativität agiert. So bescheren Godsmack der Metal-Welt, die einst große Hoffnungen in sie gesetzt hatte, mit "Awake" doch lediglich ein böses Erwachen anstatt der beschworenen Offenbarung.

(Patrick Rodeck)

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Highlights

  • Awake
  • Vampires
  • Spiral

Tracklist

  1. Sick of life
  2. Awake
  3. Greed
  4. Bad magick
  5. Goin' down
  6. Mistakes
  7. Trippin'
  8. Forgive me
  9. Vampires
  10. The journey
  11. Spiral

Gesamtspielzeit: 45:34 min.

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