Zico Chain - Food

Zico Chain- Food

Hassle / Pias / Rough Trade
VÖ: 23.11.2007

Unsere Bewertung: 3/10

Eure Ø-Bewertung: 3/10

Guuude Laune

Jedes Jahr der gleiche Scheiß. Die persönlichen Charts der abgelaufenen Monate werden zusammengezimmert, und um einzelne Platzierungen wird gekämpft, als würde es sich um mittelalterliche Burgen handeln. Die Veröffentlichungen ebben ab, und die Musikindustrie versucht, den großen Reibach zu machen: Nach Zimt und Apfel duftende Booklets. Unnötige Livemitschnitte. Grob zusammengeschusterte Compilations, die sich "Best of Irgendwas" nennen und ach so intime Musiker-kotzt-sich-von-oben-bis-unten-voll-Videos. Das ist die traurige Wahrheit der letzten Wochen eines Jahres. Man möchte sich am liebsten wegschließen, diesem durchschaubaren Wahnsinn entkommen. Denn die vermeintliche Rettung, die wenigen regulär erscheinenden Platten, setzen dem ganzen Stress in einigen Fällen noch die Krone auf.

Zico Chains Debütalbum "Food" hätte, wäre es zu einem anderen Zeitpunkt erschienen, auch nicht mehr als ein mittleres Gähnen provoziert, sich jedoch ohne Probleme in die engere Auswahl beim Videospiel "Guitar Hero Rock" qualifiziert. Das Trio aus England erfüllt alle gängigen Achtziger-Jahre-Rock-Klischees und hat sich seine Sporen als Support von Alkaline Trio, Wolfmother und Velvet Revolver redlich verdient. Das kann man sich sogar sehr gut vorstellen. Ein bisschen angeben, anheizen und die Menge zum Klingt-wie-Spielchen einladen, das können sie.

Es wäre gemein, von Pausenclowns zu sprechen, denn "Food" ist straight produziert. Keine Gefangenen - elf Songs - alle um die drei Minuten lang. Das Gitarrenhandwerk erledigen Zico Chain überzeugend, das Schlagzeug hämmert mit Wucht, und die Stimme von Sänger Chris Glithero ist vielseitig und hat den Düsterton perfektioniert. Doch es fehlt das, was man gemeinhin Authentizität nennt. Die Riffs sind so auswechselbar wie die Tätowierungen ihrer Myspace-Groupies, die verschwitzte Haarpracht könnte man genauso gut zu Andrew W.K.s "Party hard" schütteln. Der ist wenigstens lustig.

(Steffen Meyer)

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Highlights

  • All eyes on me

Tracklist

  1. Pretty pictures
  2. Where would you rather be?
  3. Food
  4. Junk
  5. Roll over
  6. Preach
  7. No hoper boy
  8. Your favourite client
  9. Nihilism
  10. All eyes on me
  11. Anaemia

Gesamtspielzeit: 32:36 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Kory
2007-12-11 20:39:26 Uhr
Rezi geistiger Offenbarungseid. Hätte schwören können, dass "DAS DING" zu tief in die Socke geschnüffelt hat, sah dann aber mit einigem Erstaunen: Meyer ist die Pfeife. Vielleicht hört der Koffer denächst auch mal in 'ne Platte rei....ach, was red' ich. Seelig sind die geistig blanken, ihr macht das schon alle total toll. Respekt, Hutzieh, JA LECK MICH AM ARSCH, DU GEILE SAU!!!!

TÄTÄTÄTÄERTÄÄÄ!

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