Chiodos - Bone palace ballet

Chiodos- Bone palace ballet

Equal Vision / Cargo
VÖ: 28.09.2007

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Der Maskenball

Täädä täädä täädä, Kölle Alaaf, Krusty der Clown, Popmusik, Circus Roncalli, das Märchen "Die Hässliche und das Biest" - Chiodos sind mit ihrem Bombastgruselkabarett "Bone palace ballet" irgendwie alles gleichzeitig. Vor allem aber die besseren My Chemical Romance. Vom Konzept her darf man sich natürlich gern erst einmal an die Black-Parade-Kollegen erinnert fühlen, aber Chiodos haben schon allein deswegen einen Vorteil, weil sie nicht annähernd so aufgesetzt wirken, vielmehr sogar fast normal daherkommen. Aber nur bis zum ersten Song.

"Listen up sweetie! / We all know that your're a beautiful girl in this horrible world / In this suggestion of horror", erklingt es in dramatischen Tönen, noch bevor irgendeine Gitarre oder gar irgendein Schrei einsetzen kann. Und eigentlich ist auch hiermit schon der Großteil der folgenden Geschichte erzählt: Es geht um vermeintlich hübsche Mädchen, schaurige Romantik, aber auch das schreckliche Leben an sich, um nach Trennungen theatralisch blutende Herzen und verlorene schwarzen Seelen. Schlicht und ergreifend das rundum perfekte Album für das "#1 Peter Wentz Fan"-Girl. Den Code für den kostenlosen Klingelton gibt es sogar zusätzlich dazu, da wird sich die Kleine also gleich doppelt freuen.

Doch das eigentlich Fatale ist vielmehr, dass das Album nicht einmal wirklich peinlich ist. Also selbst mit Mitte zwanzig kann man sich noch getrost an "Bone palace ballet" heranwagen, denn wenn hier irgendwie versucht wird, die komplette Musikgegenwart stilistisch unterzubringen, muss das ja nicht zwangsläufig auf eine gewisse Zerfahrenheit hinauslaufen. Im Gegenteil. Vielmehr ergeben sich daraus sogar ganz spannende Konstellationen, die sich zwischen einem sehr Pop-Single-orientierten "Lexington (Joey pea-pot with a monkey face)" und einem abschließenden "The undertaker's thirst for revenge is unquenchable (The final battle)", was schon fast von Underoath stammen könnte, bewegen.

Natürlich kann man das alles letztendlich als lustigen Emokarneval abstempeln, aber gerade in den nicht wenigen experimentellen Momenten, in denen gerne einmal über den Tellerrand geschaut wird, dürfte sich unsere liebe Gothprinzessin überfordert fühlen. Denn Glamourpop ist das nämlich nur genau bis zu dem Moment, in dem The Number Twelve Looks Like You im Proberaum vorbeigeschaut und ein paar Parts beigesteuert haben. Wenn da mal keine "Nightmare Before Christmas"-Buttons vor Schreck zu Bruch gehen.

(Christoph Schwarze)

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Highlights

  • Bulls make money, bears make money, pigs get slaughtered
  • The undertaker's thirst for revenge is unquenchable (The final battle)

Tracklist

  1. Is it progression if a cannibal uses a fork?
  2. Lexington (Joey pea-pot with a monkey face)
  3. Bulls make money, bears make money, pigs get slaughtered
  4. A letter from janelle
  5. I didn't say i was powerful, i said i was a wizard
  6. Teeth the size of piano keys
  7. Life is a perception of your own reality
  8. If i cut my hair, hawaii will sink
  9. Intensity in ten cities
  10. The undertaker's thirst for revenge is unquenchable (The final battle)

Gesamtspielzeit: 38:34 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Jana
2009-02-16 09:15:44 Uhr
Einen Bericht der Hamburgshow und ein Interview mit Sänger Craig gibt es übrigens auf www.burnyourears.de
Jana
2009-02-16 09:15:43 Uhr
Einen Bericht der Hamburgshow und ein Interview mit Sänger Craig gibt es übrigens auf www.burnyourears.de
Doppelganger
2009-02-15 23:37:55 Uhr
Wieviele Songs haben sie von der "All's well" gespielt? Das neuste Album und grausame Livevideos haben mich dann doch abgeschreckt, obwohl ich die Jungs früher richtig gut fand.
Magoose
2009-02-15 21:52:32 Uhr
Am Freitag in Wiesbaden dabei gewesen...

Hat Spass gemacht, die Band war ob der vielen anwesenden Amis (US-Airbase in der Nähe) gut drauf und hat sich wohl fast wie zuHause gefühlt...

Das Material insbesondere der neuen Platte kam live entsprechend druckvoller rüber, was sehr gut gepasst hat.

Wenn man sich den Sänger so angesehen hat, dann wundert einen die Meldung zwei Posts weiter oben nicht, der hat definitiv mal irgendwann einen Treffer abbekommen. Dennoch irgendwie sympathisch irre, oder irre sympathisch.

Bin in jedem Fall gespannt auf neuen Material, dass da hoffentlich bald kommen möge.
Khanatist
2008-10-30 14:22:19 Uhr
09.02.2009 Mo. Köln / Luxor
10.02.2009 Di. Hamburg / Molotow
11.02.2009 Mi. Berlin / Magnet
13.02.2009 Fr. Wiesbaden / Schlachthof
14.02.2009 Sa. München / 59:1
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