Hundred Reasons - Quick the word sharp the action

Hundred Reasons- Quick the word sharp the action

V2 / Universal
VÖ: 12.10.2007

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Gegenargumente

Was macht man eigentlich so in Riga? Die lettische Hauptstadt und Baltikum-Metropole machte bislang eher wenig von sich reden - zumindest in musikalischer Hinsicht. Bis auf die Tatsache, dass bei der alljährlichen Eurovision-Song-Contest-Verarsche per Live-Schaltung die Punkte aus Riga fein säuberlich den baltischen Nachbarstaaten zugeschustert werden und sowohl Michail Baryschnikow als auch Heinz Erhardt in Riga das Licht der Welt erblickten, gab und gibt es musikalisch nichts großartiges zu berichten.

Hundred Reasons, einstige Senkrechtstarter der Emocore-Szenerie, haben bekanntermaßen weder mit Schlagerkaspereien, noch mit klassischem Ballett oder gar deutschem Humor am Hut. Und doch zog es die Herrschaften um Frontzottelkopf Colin Doran im Frühjahr dieses Jahres ins eiskalte Riga, um nur ein knappes Jahr nach "Kill your own" Longplayer Nummer Vier in den Kasten zu bekommen. Vielleicht liegt es auch tatsächlich an der Umgebung, kombiniert mit den äußeren und inneren Umständen, dass es wahrlich nicht leicht fällt, mit diesem Album warm zu werden.

Gebeutelt von einem Todesfall, Krankheiten und einem Besetzungswechsel bieten die fünf Briten zwar ihr bis dato vermutlich persönlichstes und inhaltlich intensivstes Liedgut dar, lassen aber über weite Strecken die Leidenschaft von Klassikern wie "I’ll find you" oder "If I could" vermissen. Wo ist das Feuer geblieben? Zugegeben, "No way back" kommt nahe dran und entpuppt sich nach und nach zu einem netten Gast im Gehörgang. "Break the glass" und das überaus famose "Boy" ebenso. Aber wo haben die Jungs bitte ihr Saitengedresche gelassen? Richtig gerockt wird eigentlich nur noch bei "I’ll never know". Der Rest verliert sich in uninspirierten Instrumentals und irgendwo im poppigen Niemandsland ohne das besondere Etwas, das Hundred Reasons mal auszeichnete. Dafür hätte man auch im heimischen Surrey bleiben können.

(Jochen Gedwien)

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Highlights

  • Break the glass
  • No way back
  • Boy

Tracklist

  1. Break the glass
  2. No way back
  3. Sick little masquerade
  4. Boy
  5. Slipping away
  6. Pernavas Iela
  7. The shredder
  8. I'll never know
  9. She is poison
  10. Opera
  11. Lost for words
  12. Out of time

Gesamtspielzeit: 40:50 min.

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