Down - Over the under

Down- Over the under

Roadrunner / Warner
VÖ: 21.09.2007

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

Sturmwarnung

Irgendwann einmal war Philip Anselmo am Ende. Nach einer Überdosis wurde er auf der letzten Rille wiederbelebt, und mit wirren homophoben Statements hat er sich selbst ins Abseits manövriert. Nur logisch, dass er irgendwann einmal von Pantera rausgeschmissen wurde. Das Ende für Pantera ist bekannt, Gitarrist Dimebag Darrell bezahlte dafür mit dem Leben. Anselmo? Schwieg lange. Zu lange, meinen viele. Dann kam Hurrikan Katrina und raubte Anselmo Haus und Hof. Und er stand wieder auf. Wie er alles auch immer überlebt hat. Zur Kanalisierung dieser emotionalen Apokalypse schafft er es doch tatsächlich, das alte Nebenprojekt Down wiederzubeleben. Das Überraschende: Man nennt sich jetzt "Band" statt "Projekt".

"Over the under" könnte als Titel Programm sein. Alles steht Kopf, kein Stein bleibt auf dem anderen. So auch beim Opener "Three suns and one star". Der Pantera-Fan wäre glücklich gewesen, hätte er ein solches Riff auf dem letzten Studioalbum "Reinventing the steel" hören dürfen. Was noch viel deutlicher auffällt: Anselmo zeigt wieder, welch starker, energiegeladener Shouter er eigentlich ist. Und das war so eigentlich nicht mehr zu erwarten. Nun sind Down mehr als Anselmo und sein alter Pantera-Kollege Rex Brown. Nämlich vor allem noch die Gitarrenwand Pepper Keenan (Corrosion Of Conformity) und Kirk Windstein (Crowbar). Und dieses Paket rockt. Und groovt. Wer's nicht glaubt, darf sich von "Beneath the tides" mitreißen lassen.

Irgendwie scheinen Down durch all die Katastrophen gewachsen zu sein. Druckvoll waren sie zwar schon immer. Aber selten so kompakt wie hier. Die ein, zwei Füller der Marke "Never try"? Eigentlich nicht der Rede wert. Denn der Rausschmeißer "Nothing in return" entschädigt. Vordergründig simpel, doch ein Ohrwurm vor dem Herrn. Das Album von Dimebag Darrells Post-Pantera-Band Damageplan hieß "New found power". Selbiges ist dem ehemaligen All-Star-Projekt aus New Orleans gelungen. Die Umfirmierung zur Band ist also nicht nur Marketing-Geschwafel. Sondern hat Symbolkraft.

(Markus Bellmann)

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Highlights

  • Three suns and one star
  • Nothing in return

Tracklist

  1. Three suns and one star
  2. The path
  3. N.O.D.
  4. I scream
  5. On march the saints
  6. Never try
  7. Mourn
  8. Beneath the tides
  9. His majesty the desert
  10. Pillamyd
  11. In the thrall of it all
  12. Nothing in return

Gesamtspielzeit: 59:50 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Wolffather
2011-05-22 16:16:37 Uhr
momentan wird der Nachfolger gemacht... 5 Songs sind laut Facebook schon fertig
Nola
2010-01-22 10:01:23 Uhr
Wäre mal wieder Zeit für ein neues Album!

Gibts irgendwelche Ankündigungen?
Wolffather
2009-06-17 14:45:16 Uhr
und eines kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen: Phil Anselmo hat es heute als Sänger und Frontmann immernoch ziemlich drauf... und Keenan und Windstein sind Gitarren- bzw. besser gesagt Riffgötter
brny
2009-06-17 14:23:47 Uhr
in den letzten zwei stunden hab ich eh gemerkt, dass mir nach formulierung meiner frage in erster linie down-ohrwürmer durch die gehirnwindungen schießen :-)

phil anselmo interessiert mich in wirklichkeit auch als person bzw. als frontmann doch etwas mehr als tommy victor.
Wolffather
2009-06-17 14:15:06 Uhr
würde zu Down gehen, habe sie 3 Mal gesehen und es war immer überragend, Spielzeit lag so bei 2 Stunden
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