Atreyu - Lead sails paper anchor

Atreyu- Lead sails paper anchor

Roadrunner / Warner
VÖ: 24.08.2007

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Swinger Club

Alles kann, nichts muss. Selten war das allseits bekannte Swinger-Motto treffender anzuwenden als einst bei Atreyu. Und dabei ging es doch um Hardcore der ganz anderen Art, nämlich der musikalischen. Vielleicht auch Metal-, Post- oder Sonstwascore. Auf jeden Fall waren Atreyu einst mal ein Aushängeschild eines Genres, das dann in den letzten Jahren mehr und mehr verwässert und von viel zu vielen Weichspülern unterwandert worden ist. Auf ihren ersten beiden Alben "Suicide notes and butterfly kisses" und "The curse" konnten Atreyu alles, mussten niemandem etwas beweisen und kamen auf den Punkt.

Ähnlich wie auf dem letztjährigen "A death-grip on yesterday" liefert das Orange County-Quintett anno 2007 jedoch Liedgut ab, das mit Sicherheit nur noch ganz wenige ihrer alten Fans befriedigen dürfte. Mit großem Label und Vertrieb im Nacken müssen Atreyu anscheinend nun alles, können dabei allerdings wenig. Anstatt sich auf ihre Stärken und Wurzeln im Metalcore zu besinnen, versuchen Alex Varkatzas & Co. nun auch noch alle angrenzenden Spielarten auf Teufel komm raus einzubinden.

"Honor" lebt von Rap und Breaks, während "Slow burn" mit seinem Disco-Touch zu sehr nach Panic At The Disco! oder Enter Shikari und beinahe schon ein wenig billig klingt. Nach Crossover-Getöse in "Becoming the bull" und der mittlerweile scheinbar zum Standard gehörenden Emo-Schnulze namens "When two are one" folgt der eigentliche Gipfel des Genre-Hoppings mit "Blow", bei dem Atreyu sich munter im Schweinerock suhlen.

Richtig schlecht ist das natürlich nicht, was Atreyu hier zustande gebracht haben. Aber irgendwie auch nichts Halbes und nichts Ganzes. Von der Aggression und Härte eines "Doomsday", dem Drive eines "Falling down" und dem famosen Aufbau eines "Lose it" wird hier viel zu wenig geboten. Es muss einfach zu viel. Hauptsache, jeder treibt es mit jedem. Ab in die Charts.

(Jochen Gedwien)

Bei Amazon bestellen / Preis prüfen für CD, Vinyl und Download
Bei JPC bestellen / Preis prüfen für CD und Vinyl

Bestellen/anhören bei Amazon

Highlights

  • Doomsday
  • Falling down
  • Lose it

Tracklist

  1. Doomsday
  2. Honor
  3. Falling down
  4. Becoming the bull
  5. When two are one
  6. Lose it
  7. No one cares
  8. Can't happen here
  9. Slow burn
  10. Blow
  11. Lead sails (and a paper anchor)

Gesamtspielzeit: 40:40 min.

Album/Rezension im Forum kommentieren (auch ohne Anmeldung möglich)

Einmal am Tag per Mail benachrichtigt werden über neue Beiträge in diesem Thread

Um Nachrichten zu posten, musst Du Dich hier einloggen.

Du bist noch nicht registriert? Das kannst Du hier schnell erledigen. Oder noch einfacher:

Du kannst auch hier eine Nachricht erfassen und erhältst dann in einem weiteren Schritt direkt die Möglichkeit, Dich zu registrieren.
Benutzername:
Deine Nachricht:
Forums-Thread ausklappen
(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Ocean
2007-11-08 15:47:57 Uhr
Nein also alte Songs kann man doch nicht auf einmal schlecht werden nur weil die neuen Sachen schlechter sind. Finde ich jetzt eine nicht so logische Begründung. Wahrscheinlich geh ich hin. Die Vorband soll auch nicht schlecht sein, also geb ich der mal ne Chance.
chris
2007-11-08 15:46:24 Uhr
@ocean:

fuehlt es sich fuer dich richtig an, einer band geld in den rachen zu schmeissen, die ihre ideale verkauft hat?
fuer mich wuerden so selbst alte songs, die mir mal was gegeben haben einen bitteren beigeschmack bekommen. einzig logische konsequenz fuer mich: nicht hingehen!
Ocean
2007-11-08 15:32:12 Uhr
@Chris, kannst dus auch begründen?
Daharka
2007-11-08 15:23:12 Uhr
bytheway 6/10 triffts... sind scho gute songs drauf teils!
chris
2007-11-08 14:56:30 Uhr
geh nicht hin
Zum kompletten Thread

Hinterlasse uns eine Nachricht, warum Du diesen Post melden möchtest.

Bestellen bei Amazon

Threads im Plattentests.de-Forum

Anhören bei Spotify