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Planetakis - Out of the club, into the night

Planetakis- Out of the club, into the night

Peng / Cargo
VÖ: 24.08.2007

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

Heiße Luftpumpe

Komisch: 2005 hat Robert Drakogiannakis im Zuge der Auflösung seiner Band Angelika Express noch feststellen müssen, dass man schon Brite sein muss, um mit Musik wie jener erfolgreich zu sein. Doch scheinbar wollte er das wohl nicht so richtig wahrhaben und versucht es nun noch mal. Zwar nicht so, wie damals mit Angelika Express, aber dennoch ziemlich exakt, wie es in den Zappelbuden südlich und nördlich des Äquators gefordert ist: Umz-umz! Und diesmal ist die Besetzung seiner Band sogar noch reduzierter, war Angelika Express noch ein Trio, sind Planetakis nur zu zweit. Das macht aber gar nichts, denn mit Jenny Fey scheinen restliche Bandmitglieder ohnehin überflüssig. Die Frau singt nicht nur, nein, sie kümmert sich auch noch um die Synthies. Immerhin.

"Out of the club, into the night" ist dabei aber schon das zweite Album der Kölner, und das Seltsamste daran: Das Duo scheint weltweit bereits bekannter als daheim. So hat sich Bob Mould höchstpersönlich darum gekümmert, dass sämtliche Gay-Paraden des Globus Planetakis spielen. Ausschließlich, möchte man meinen. Hier soll ausschließlich getanzt werden. Man hat sogar von heimischen Anlagen berichtet, die die CD wieder ausgespuckt haben. Das dürfte nicht nur die Vermieter freuen, denn Tracks wie "No faith no more" pumpen ohne Frage schon ganz ordentlich. Leider größtenteils nur heiße Luft. Und wenn die Fey dann noch auf Deutsch singt, erinnert das nicht nur unangenehm an 2raumwohnung, sondern ist auch ganz von selbst ziemlich daneben. Kostprobe? Selber schuld: "Raus aus der Wirklichkeit / Rein in die Discothek / Du willst Komplimente hören / Und zwar mit Gewalt / Vielleicht bin ich zu treuelos / Oder du zu alt." Vermutlich kann Bob Mould kein Deutsch. Aber Planetakis um so besser Englisch: "Send SMS / Give all your best / Drop me a line / Meet me in time."

Man muss aber zur Verteidigung der beiden Hübschen sagen, dass die Lyrics ohnehin nur Mittel zum Zweck sind und keinerlei Bedeutung haben sollen: Umz-umz! Wirklich sämtliche Tracks auf diesem Album sind einzig und allein dazu da, möglichst viele hippe Menschen zu möglichst hippen Preisen in möglichst hippen Schuppen hip rumhüpfen zu lassen. Ist ja nicht schlimm und schließlich ist es ja nicht gleich ein Verbrechen, wenn mal was ins Auge geht. Auch wenn dafür die großartigen Angelika Express geopfert wurden. "Out of the club, into the night" hätte sich prima als Soundtrack für die nächste Staffel von Germany's next topmodel geeignet. Schade, dass die Sendung schon vorbei ist, man kann Planetakis nur wünschen, dass noch eine Staffel folgt. Bis dahin: Umz-umz!

(Konstantin Kasakov)

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Highlights

  • Pogo in the shoes of Kylie Minogue

Tracklist

  1. Raus aus der Wirklichkeit
  2. Money, sex and alcohol
  3. Jamez Bond, son of a bitch
  4. Messages
  5. No faith no more
  6. Spam
  7. Pogo in the shoes of Kylie Minogue
  8. Letters to Norway
  9. Hell or holiday
  10. Ich bin kein Roboter

Gesamtspielzeit: 42:11 min.

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