108 - A new beat from a dead heart

108- A new beat from a dead heart

Deathwish / Indigo
VÖ: 27.07.2007

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Messers Schneide

Manchmal kommen sie wieder. So auch 108. Ein Name, den vielleicht die alten Hasen noch vom Hörensagen kennen. Das auf den ersten Blick Bemerkenswerteste an dieser Platte ist nicht vielleicht die Tatsache, dass sie das erste Studioalbum der Band seit einer Dekade ist. Oder Kurt Ballou (Converge), der sie bei den Aufnahmen betreut hat. Der an der ein oder anderen Stelle höchstselbst an diversen Instrumenten zu hören ist. Sondern vielmehr, dass sie Kopf und Bauch gleichermaßen stimuliert. Auf eine Art, wie das nur ziemlich wenigen Hardcore-Platten gelingt. All das nach so vielen Jahren in der Versenkung.

Der Musikjunkie, der genau hinhört, zieht Parallelen. Zu Modern Life Is War vielleicht. Zu Planes Mistaken For Stars eventuell. Zu The Hope Conspiracy ganz sicherlich. Wer "A new beat from a dead heart" in freudiger Erwartung von flottem Oldschool-Uffda auflegt, hat sowieso schon von vornherein verloren. Alte Schule, so richtig alte Schule sind die Veteranen von 108 bloß dort, wo es zählt: dem alten Zorn nämlich. Alles muss mal wieder raus. Gipfelt in klug mit allerhand Noise und krummen Leads verzierten Schwerenötern der Marke "Declaration on a grave". Plus gnadenlosem Gebell. Und wenn "Three hundred liars" mal nicht perverse Dampfwalze ist, ja was dann?

In Highspeed geht auf diesem Album eigentlich sehr wenig. Midtempo-Zermürbungstaktik, das ist sein Ding. Es teilt immer wieder fiese Tritte aus, und bringt im Anschluss dann eine Spoken-Word-Einlage. Dass in "Repeat" die Gitarre mal eine Sitar emuliert, es muss einen nicht mal groß verwundern. Nicht mal unbedingt wegen dem Krishna-Background von 108, sondern weil hier eine Band aufspielt, die ihre Grenzen auslotet. Ja, die eigentlich überhaupt keine kennt. Wer hätte gedacht, dass 108 auf ihre alten Tage nochmal so ein Statement setzen? "A new beat from a dead heart", und der Titel passt mal.

(Sven Cadario)

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Highlights

  • Guilt
  • Three hundred liars
  • Repeat

Tracklist

  1. Declarations on a grave
  2. Guilt
  3. Angel strike man
  4. Three hundred liars
  5. Resurrect to destroy
  6. Martyr complex
  7. The sad truth
  8. my redemption song
  9. Bibles + guns = The American dream?
  10. (Il)logical end
  11. We walk through walls
  12. Our kind
  13. Repeat

Gesamtspielzeit: 34:38 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Walenta
2010-07-07 21:28:19 Uhr
.....welches übrigens ziemlich gut geworden ist!
Walenta
2010-05-10 16:05:46 Uhr
?
Haben doch gerade erst ein neues Album rausgebracht......
Grim13
2010-03-23 18:06:37 Uhr
R.I.P.
Middleclassmanoncds
2007-10-17 11:44:06 Uhr
Gutes Album, nur ein Tick zur "noisig"... (7/10)
dr.gonzo
2007-09-05 13:23:52 Uhr
textlich nicht so ernst nehmen?

i dream of a world where i can know you
where i can love you
without having to own you
without having to hate you

was hat das denn mit religiösem geschwafel zu tun??
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