Hopesfall - Magnetic North

Hopesfall- Magnetic North

Trustkill / SPV
VÖ: 20.07.2007

Unsere Bewertung: 6/10

Eure Ø-Bewertung: 7/10

In Himmelsrichtung

Sie deuten es schon im Titel an: Die Qualitätskurve soll für Hopesfall nun gen Norden weisen. Kein leichtes Unterfangen, schließlich ist "The satellite years" schon ein paar Jährchen her, und an "A types" muss man sich gar nicht zwingend zurück erinnern. Mit ihrem letzten Album gingen die Amerikaner mit der Zeit und mussten mit der Zeit gehen. Zugeständnisse an ein Publikum, welches vor Mascara und gepiercter Hirnmasse nicht zurückschreckt, macht "Magnetic North" aber keine mehr.

Ganz im Gegenteil: "Swamp kittens" klingt wie eine Melange aus Underoath und These Arms Are Snakes, nachdem man das ganze Gift und die Galle rausgefiltert hat, "Bird flu" beginnt dann sogar wie ein Kashmir-Song, landet aber doch im Sperrbereich. "Magnetic North" ist reichlich ambitioniert, wenn auch nicht immer konsequent geraten. Zwischen den Stühlen aus Erfolg, den Erwartungen von Trustkill und dem eigenen Anspruch, sich musikalisch weiter entwickelt zu haben. Längst nicht alle vierzehn Songs können das Niveau eines "Vacation / Add / Vacation!" halten, welches fernab von Emo und dessen sämtlicher Spielarten zwar durchaus massenkompatibel, aber eben auch songwriterisch weit oben ist. Jay Forrests Stimme und sein Gesang waren ohnehin schon immer Hopefalls große Stärke, dass er permanent an Spencer Chamberlain von Underoath erinnert, ist wohl kaum seine Schuld. Mit den Jungs aus Florida haben Hopesfall aber noch mehr gemeinsam.

Denn durchaus teilen sie deren extrem konservative und christliche Einstellungen. Sowieso sind die Lyrics von Hopesfall so ohne nicht: "Hush up that gypsy queen in the back of / Magazines / Crush the pills / Flip it over / Rip this oxy / Fuck altar boy sensitivity / Make it numb to learn." Was Jay Forrest da genau sagen will? Keine Ahnung, aber die hat man bei Circa Survive auch nicht immer. Und beeindruckend ist so etwas allemal. Zumindest geben sich Hopesfall mit Plattitüden und Peinlichkeiten über die Pubertät und allem was dazugehört, nicht die Blöße. Keine Selbstverständlichkeit.

(Konstantin Kasakov)

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Highlights

  • Vacation / Add / Vacation!
  • Devil's concubine

Tracklist

  1. Rx contender the pretender
  2. Swamp kittens
  3. Cubic zirconias are forever
  4. I can do this on an island
  5. Secondhand surgery
  6. Vacation / Add / Vacation!
  7. Magnetic North
  8. East of 1989; Battle of the bay
  9. Bird flu
  10. Canon
  11. Devil's concubine
  12. Head genral hospital
  13. Paisley

Gesamtspielzeit: 57:53 min.

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2008-03-29 23:01:13 Uhr
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Winnie
2007-12-04 21:17:36 Uhr
Also Glassjaw sind so ziemlich upolitisch...

Eh... ja?


Ja!

Mag sein, dass ich das vielleicht etwas überinterpretiere

Volle Kanne.

aber "komplett unpolitisch"?

Das hat niemand außer dir geschrieben.

Songs wie "Radio Cambodia" oder auch "Tip Your Bartender" würde ich nicht unbedingt als "soziopolitisch attitüdenlos" bezeichnen.

Wieder was anderes. In der Bildersprache von "Radio Cambodia" drückt Palumbo sicherlich seine Gedanken und Gefühle über die Ereignisse 11. September aus und nimmt mit dem Songtitel auch Bezug zum Aufruhr in Kambodscha 1997. Er als Person läßt natürlich seine politische Meinung und Weltsicht in dem Fall in den Song miteinfließen, aber deswegen darauf zu schließen Glassjaw wären eine "politische Band" ist so nicht richtig. Es ist ein Teilaspekt, die Grundmotivation der Band ist eine andere. Ich bin ja auch kein Politiker, nur weil ich eine Meinung zu Politik habe und diese auch sage.

Darum solls doch hier aber auch nicht gehen. Hast du "Magnetic North" schon angehört? Ich bin sehr sicher, das dir bspw. "Vacation/Add/Vacation!" gefallen wird, wenn du Radio Cambodia magst. :)
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