Under The Influence Of Giants - Under The Influence Of Giants

Under The Influence Of Giants- Under The Influence Of Giants

Island / Universal
VÖ: 03.08.2007

Unsere Bewertung: 3/10

Eure Ø-Bewertung: 5/10

Erbschleicher

Die Beteuerungen und Begeisterungsstürme über die musikalische Klangvielfalt von Under The Influence Of Giants schwellen immer weiter an. Wie eine Mixtur aus den Beatles, Prince und Earth, Wind & Fire soll das kalifornische Quartett klingen, irrwitzige Kombinationen aus Funk und Soul kreieren. Die Wahrheit ist eher ernüchternd und eher irr als witzig. Denn UTIOG (für alle Abkürzungsfetischisten) klingen nur nach den kleinen Brüdern der nicht eben großen Maroon 5 oder dem vernachlässigten Kindeskind von Madonna und George Michael.

Die Geschichte dieser durchstartenden Band liest sich so langweilig wie programmatisch: Drei junge Musiker lösen ihren unbefriedigenden Major-Deal auf, suchen sich einen neuen Bandnamen, mengen hippen Sound mit heißen Frisuren, Tanzbarkeit mit Eingängigkeit, Aufmerksamkeit mit Langeweile. Und landen beim nächsten Majorlabel. Das Resultat ist selbstredend ungemein catchy, betörend und potenziell erfolgreich. Wenn an dieser Stelle nicht der Geschmack des Endverbrauchers ins Spiel kommen würde.

Zugegeben, es mutet etwas seltsam an, den Musikhörer als Endverbraucher zu bezeichnen. Doch wie soll dieser sich fühlen, wenn er einen Haufen Plastik auf dem Tablett serviert bekommt, das weder als besonders innovativ noch interessant einzuordnen ist? Das Debüt von Under The Influence Of Giants klingt funky, groovy, hotty, spicy und cooly. Es klingt nach dieser Art Musik, die man nach "Songs about Jane" der Genregiganten Maroon 5 abgeschrieben hatte, der man den Schweiß zurück in die Poren ätzen wollte.

"Ah ha", der Opener, frohlockt noch mit tollem Refrain und schickem Basslauf, doch schon "Got nothing" hat den Spannungsbogen eines Groschenromans, "Mama's room" etwa soviel Gefühl wie auf dem Herrenklo für George Michael übrig war. "Against all odds" hingegen kramt wunderbar in der Unterwäschenschublade der Achtziger, während der musikalische Tiefpunkt "Lay me down" wie der schlechte Trip eines Jack-Johnson-Hits anmutet. Keinesfalls ist dies handwerklich schlecht gemachte Musik, lediglich der bittere Beigeschmack bringt die Milz zum Brennen. Die Empfehlung lautet: Ignorieren!

(Christian Preußer)

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Highlights

  • Ah ha
  • Against all odds

Tracklist

  1. Ah ha
  2. Got nothing
  3. In the clouds
  4. Stay illogical
  5. Mama's room
  6. Heaven is full
  7. I love you
  8. Against all odds
  9. Lay me down
  10. Faces
  11. Meaningless love

Gesamtspielzeit: 42:28 min.

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(Neueste fünf Beiträge)
User Beitrag
Armin
2007-08-15 18:51:39 Uhr
Under The Influence Of Giants: Under The Influence Of Giants | VÖ: 17.08.2007 (CD Album)









Wie wäre es mit den polyrhythmischen Grooves der Talking Heads, dem Falsetto-Gesängen von Michael Jackson, ein bisschen R&B von George Michael, den unsterblichen Popmelodien der Beatles und dem Funk von Earth, Wind & Fire? Eine recht stattliche Giganten-Sammlung, oder?

Bei all den Soundreferenzen, die Under the Influence of Giants für ihr erstes Album zusammengetragen haben, hätten sie gar keinen besseren Bandnamen wählen können. Doch statt wie eine Abklatsch ihrer Helden zu klingen, schafft es die aus Los Angeles stammende Band aus der Summe der unterschiedlichsten Einflüsse etwas ganz eigenes zu schaffen. Ihr Debüt „Under the Influence of Giants“ ist dabei ihr bester Fürsprecher.

Pinhead
2007-08-08 17:02:24 Uhr
Ein paar Meinungen zum Album würden mich schon noch interessieren.....
Bin schwer am überlegen mir das Teil zuzulegen!
eindeutig
2007-08-03 21:08:46 Uhr
dem eigenen geschmack ;)
~?~
2007-08-03 21:07:50 Uhr
3/10 auf dieser Seite, aber 5/5 bei laut.de (album der woche).

was soll man glauben?

letzte woche waren die happy mondays das album der woche (4/5) bei laut.de - auch hier vergab plattentests eine sehr schwache 3/10.

wem soll man glauben?
Antje
2007-07-28 18:51:59 Uhr
Also ich liebe diese Band... der Style is mal was ganz neues. Live haben die Jungs es absolut drauf. Sänger Aaron Bruno gibt immer alles und auch Bassist David Amezuca ist n Knaller!
Unbedingt reinhören.
Hab Sie bisher 2 Mal live gesehen und kann die Rückkehr im Sepetember kaum erwarten.

Schaut mal bei der Seite vorbei.....
www.myspace.com/giantsfansonline
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