Amber Pacific - Truth in sincerity

Amber Pacific- Truth in sincerity

Hopeless / Soulfood
VÖ: 22.06.2007

Unsere Bewertung: 5/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Keine Haftung

Sommer, Sonne, aber irgendwas fehlt da doch in diesem Jahr? Genau, die Ataris. Jene Menschen, die nicht verkraftet haben, dass die Schnuckel sich kürzlich erst von ihrem Sonneproppen-Sound mit all seinen bittersüßen Zwischentönen verabschiedet haben, werden auf Amber Pacifics "Truth in sincerity" prinzipiell ein paar Trostpflaster finden. Nur werden die nicht allzu lange haften bleiben. Warum das so ist? Die Musik macht's.

Die ist nämlich so gebaut, dass schon die nächste Nummer auf dieser Platte ihrer vorhergehenden in Sachen Gesangsharmonien (mehrstimmig) toppen muss (ganz unbedingt). Sie ist aufgrund dieser konstruierten Süße ähnlich Eiskonfekt nur in Maßen und Etappen genießbar. Eben gerade, weil sie so Schema F ist, dass die größten Ausreißer höchstens während einer Bridge passieren. Wenn dann auch mal Streicher über alles gekleistert werden. Die Tonart noch einmal gewechselt wird. Oder eine Gitarre Solokapriolen schlägt. Und obendrein besingt diese Musik die Sorte adoleszenten Gefühlschaos, bei der jeder Herzschmerz und jede Sehnsucht natürlich schon per Definition mindestens bis in alle Ewigkeit andauert. Seufz.

Nur richtig übel nehmen kann man das Amber Pacific nicht. Was sie auf "Truth in sincerity" machen, ist und bleibt ein wenig zu perfekt austarierte Popmusik, natürlich. Die immer wieder ins komplett Austauschbare kippt und dann von Fließbandreleases einschlägiger Labels wie Drive-Thru nicht mehr zu unterscheiden ist. Aber dann wird doch mal wieder eine knackige Melodie hervorgekramt, was ihnen in "Runaway" gelingt. Die Schlagzahl in Richtung Fat-Wreck-Melodycore-Gehoppel erhöht, der eine oder andere gute Schmachtfetzen nachgeschoben ("Take me from this place") und somit jeglicher Schaden vermieden. Unterm Strich allerdings: beileibe kein Muss.

(Sven Cadario)

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Highlights

  • Take me from this place
  • Runaway

Tracklist

  1. Rule #76
  2. Summer (in13)
  3. Temporary
  4. You're only young onceLiving proof
  5. Follow your dreams, forget the scene
  6. Take me from this place
  7. Fall back into my life
  8. We think we're hardcore, cause well, we are
  9. Runaway (featuring Mike Herrera of MXPX)
  10. Watching over me
  11. Dear____, this has always been about standing up for what you believe in...

Gesamtspielzeit: 38:42 min.

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  • Amber Pacific (8 Beiträge / Letzter am 12.05.2007 - 16:08 Uhr)