The Used - Lies for the liars

The Used- Lies for the liars

Reprise / Warner
VÖ: 18.05.2007

Unsere Bewertung: 4/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Ein einfacher Plan

Flavour of the month, kings for a day und fools for a lifetime. Hört man sich das aktuelle Album des vorvorletzten Screamo-Schreis an, also die Platte von Bert McCracken und seiner Band The Used - die Älteren können sich vielleicht sogar noch erinnern -, dann ist das, als sähe man ihre Karriere im Zeitraffertempo an einem vorbeirauschen. Und das geht sehr schnell. Vor allem mal vorbei. Die gepflegte Langeweile von "In love and death", ein klein wenig vom Schmackes ihres verhasst/vergötterten Debüts "The Used", all das haben sie diesmal auf einer einzigen Platte zusammengequirlt. Zugleich mehr denn je die Berührungsängste in Sachen Pop verloren, alle möglichen Accessoires dazu zusammengeschnorrt, und dann schon wieder total vergessen, mehr als nur ein paar funktionierende Songs zu schreiben.

Schlagzeugerwechsel und Verlustaufarbeitung zum Trotz: Sehr viel getan hat sich in den letzten knapp drei Jahren bei The Used musikalisch eben nicht. Ausser, dass da jetzt eine ganze Reihe von Bands existiert, die ihre einstigen Mit-Wegbereiter längst überholt haben. Rein kommerziell zuallermindest mal. Und wirklich viel tolle Musik war eben auf "In love and death" auch nicht drauf. Was tun? Klaro, wieder mit John Feldmann ins Aufnahmestudio gehen, wieder bessere Musik machen. So zumindest der Plan. Vermutlich.

Und zumindest ihre einfachsten Songrezepte beherrschen The Used immer noch. Schreien darf McCracken auch wieder. Ein kleines Bisschen. Im Stile alter Schmachtfetzen ("All that I've got", "Blue and yellow") haben The Used auf "Lies for the liars" zudem ebenfalls wieder ein Stück komponiert. Natürlich die Streichermottenkiste dazugepackt, wie immer, das fertige Stück "Earthquake" genannt, und eine der wenigen einigermaßen zwingenden Melodien der ganzen Platte geschrieben. Dann darf wieder geschunkelt werden. Exakt abgemessene dreieinhalb Minuten. Eine Platte von Format eben.

Sicher, mutig ist das nicht. Aber die Nummer sicher, die nie wirklich voll daneben gehen kann. So auch hier. Vergleichsweise Mut beweisen The Used schon eher mit "Wake the dead", wo der Schmiss von Panic! At The Disco auf unter anderem auf Monique Powell (Ex-Save Ferris) und das Exaltierte treffen, das so auch schon zuletzt bei der ebenfalls Nummer-Größer My Chemical Romance zu hören war. Dass sonst neben Bläsersätzen wie im gefälligen "Paralyzed" und Klimbims Zeug steht, das mehr heisse Luft ist als sonstwas - wen wundert das nach "In love and death" noch wirklich? Und dass die Schmalz-Seite von The Used ("Smother me") gerne mal sehr viel tiefer unter die Gürtellinie geht als Zwergnase? Auch bekannt. Na, denn.

(Sven Cadario)

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Highlights

  • Earthquake
  • Wake the dead

Tracklist

  1. The ripper
  2. Pretty handsome awkward
  3. The bird and the worm
  4. Earthquake
  5. Hospital
  6. Paralyzed
  7. With me tonight
  8. Wake the dead
  9. Find a way
  10. Liar liar (burn in hell)
  11. Smother me

Gesamtspielzeit: 39:54 min.

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User Beitrag
daniel07
2009-08-04 18:04:03 Uhr
kann mich rob nur anschließen. ich reihe es zwar meilenweit hinter ihrem gleichnamigen album, aber vor "in love and death" und somit an zweiter stelle ein. "kissing you goodbye" ist nach "on my own" die zweitbeste ballade, die the used je gemacht haben.
rob
2009-07-27 21:27:08 Uhr
klingt's ja auch
solea
2009-07-26 22:22:13 Uhr
hm, also mir wäre es lieber es wäre Mainstream Scheiße und würde dafür gut klingen.
rob
2009-07-26 16:10:53 Uhr
seid ihr doof?
artwork is hundert mal besser als lies for the liars...
und er schreit auch nich wirklich wenig, man muss halt nur mal genauer hinhörn
und im gegensatz zu papa roach is dass defenitiv keine mainstream scheiße

solea
2009-07-20 17:17:30 Uhr
ok dann isses jetzt wohl endgültig vorbei mit denen. War wirklich eine konstante Abwärtsentwicklung.
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