G. Love - Lemonade
Brushfire / Universal
VÖ: 04.05.2007
Unsere Bewertung: 5/10
Eure Ø-Bewertung: 7/10
Ein bisschen Bluna
Ab jetzt gibt es keine Geheimnisse mehr. Garrett Dutton AKA G. Love kann ohne Limonade keine Songs schreiben. Das war schon immer so. Seit den ersten Tagen auf der Veranda, mit Gitarre im Arm und Träumen im Kopf, kamen die Visionen nur mit Limonade im Mund. Der erste unterschriebene Plattenvertrag brachte die Tätowierung "Lemonade" auf dem Unterarm mit sich. Dreizehn Jahre später folgt die limonadige Umsetzung für das Plattenregal. Mit vielen Freunden des Hauses, sonnigen Tönen und alten Plattitüden.
Schon im Juni des vergangenen Jahres in den USA veröffentlicht, schippert "Lemonade" erst jetzt bei uns ein. Als Einheizer für Sommer, Sonne, Eis am Stiel. Vierzehn Songs, die aus jeder Ritze das Klima ankurbeln und den Strand nach Mitteleuropa bugsieren. Der unvermeidbare Jack Johnson lässt es sich auch diesmal nicht nehmen, seinen Freund klampfhaft zu unterstützen. Gift Of Gab von Blackalicious ist ebenfalls mit von der Partie, genauso wie Tristan Prettyman, der neuen Hoffnung am amerikanischen Radiohimmel. Und zum Glück hat auch Ben Harper mal kurz im Studio vorbeigeschaut, um an der inspirativen Limoflasche zu nuckeln.
Denn die Musiker auf "Lemonade" schaukeln sich gemeinsam durch G. Loves achtes Studioalbum, dass es eine wahre Hängematte ist. Mit groovigen Beats, dem charakteristischen Sprechgesang und luftigen Gitarrenakkorden wird hier kein Risiko eingegangen. Mit sicheren Griffen wird die Hammond-Orgel bedient, während sich die Melodien von einer sommerlichen Brise durchwehen lassen. Das gefällt während des ersten Hörens, erinnert es doch an das großartige "Move by yourself" des Kollegen Frankenreiter. Und, man ahnt es bereits, auch der hat für "Lemonade" ein winziges Gitarrensolo beigesteuert.
Aus diesem abgehängten Strudel lugen lediglich das psychedelische "Let the music play" mit Ben Harper an der Slide-Gitarre und dessen höchstpersönlichem Gospelchor, sowie der hypnotische Folk-Song "Free" hervor. Zudem gibt es mit "Banger" einen milden HipHop-Track. Der Rest ist durchschnittliche Sommermusik für Surf-Romantiker und Flip-Flop-Träger. Wer das ganze mit einer Körperlänge Vorsprung haben will, höre sich bei Donavon Frankenreiter ein und fliege nach Byron Bay. Und G. Love sollte in der Zwischenzeit vielleicht jemand sagen, dass es bessere Suchtmittel als Limonade gibt.
Highlights
- Let the music play
- Free
Tracklist
- Ride
- Ain't that right
- Hot cookin'
- Can't go back to Jersey
- Missing my baby
- Holla!
- Banger
- Thanks and praise
- Let the music play
- Free
- Beautiful
- Rainbow
- Breakin up
- Still hangin' around
Gesamtspielzeit: 57:39 min.
Referenzen
G. Love & Special Sauce; Donavon Frankenreiter; Jack Johnson; Ben Lee; Daniel Cirera; William White; Matt Costa; Dimi; Blues Explosion; Ben Harper; Eagle-Eye Cherry; Everlast; Cake; Money Mark; Beck; The Broken Beats; Spin Doctors; Fun Lovin' Criminals; Red Hot Chili Peppers; OPM; John Mayer; Jason Downs; Elwood; Kazzer; Uncle Kracker; Custom; Arrested Development; Ugly Duckling; DeLa Soul; Fleetwood Mac; M. Ward
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