Steakknife - Parallel universe of the dead

Steakknife- Parallel universe of the dead

Rookie / Cargo
VÖ: 23.03.2007

Unsere Bewertung: 7/10

Eure Ø-Bewertung: 6/10

Auf Zack

Institution. Was ist das eigentlich? Institution (lat.: institutio), umgangssprachlich für: eine Einrichtung, Organisation; oft mit dem Sinn "alteingeführt" , meint der Duden. Was genau an Steakknife ist jetzt überhaupt Institution? Hans Dampf in allen Gassen Lee Hollis? Ihre Ehrlichkeit sich selbst und ihrem Schaffen gegenüber? Am Ende gar ihre Musik selbst? Ihre Endlich-mal-wieder-neue-Platte "Parallel universe of the dead"? Oder vielleicht sowieso alles davon? Hier und jetzt auf einmal? Könnte sein.

Troisdorfer Blubox, irgendwann Anfang/Mitte 2006. Also noch nicht mal so lange her. Da trafen sie sich, Hollis, und die anderen. Um endlich mal wieder eine neue Platte zu machen, und hey, die letzte Spermbirds brauchte ja auch ein paar Jahre. Es muss ziemlich oldschool abgelaufen sein. Steakknife haben die Verstärker festgezurrt, von eins bis vier durchgezählt und dann von vorne bis hinten ihr Ding runtergerotzt. Wie in der guten, alten Zeit. "We're here to burn / And we will burn / Or well, something like that." Man sieht den Hollis bis hierhin grinsen. Und abgehen. Wie Schmitzkatz, dreimal die Wand hoch, und aus. Ruckzuck. Diese Rampensau!

Dann müssen die auch tatsächlich irgendwann einfach mal so fertig geworden sein. So unkompliziert und direkt muss das einfach abgelaufen sein. Dann war das Teil im Kasten, der Lucas Guido hat sich zur Feier des Tages womöglich mal rasiert. Nein, Spaß. Erwähnenswert: Auf "Parallel universe of the dead" ist noch ein ganz anderer alter Bekannter mit am Start. L. Demon, der alte Gitarrenmann. Und es passt einfach wieder. Steakknifes neue Stücke sind entweder etwas getragener, relativ gesehen, versteht sich. Dann dauern sie auch mal länger als zwei Minuten. Was nicht so wirklich oft der Fall ist. Oder sie sind direkt nach vorne gespielt, dann gehen sie dahin, wo es wehtut, und Pausen zum Durchatmen waren von Vorneherein nicht eingeplant.

Alteingesessenes wie Singalongs und Gangshouts dürfen nicht fehlen, und das beherrschen Steakknife aus dem Effeff. Immer noch. War eh klar. Und dann: Uffda, uffda, uffda, PENG! So soll das sein. So will man das hören. Und so werden "Sell the children", "Dance on your teeth" und und der Titeltrack die Hits, die sie verdammte Scheiße sind. Hintenraus macht das höllentighte "Identity" so was von Laden dicht. Ein Album wie ein Punkrockgig, als Punkrockgigs noch Punkrockgigs waren: verschwitzt, gefährlich, atemlos und total trendresistent. Was vielleicht mit das größte Kompliment ist, das man Steakknife machen kann.

(Sven Cadario)

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Highlights

  • Parallel universe of the dead
  • Identity

Tracklist

  1. Abandoned
  2. Parallel universe of the dead
  3. On anyway
  4. Sell the children
  5. On strike
  6. Bad dressed hitman
  7. Headlines
  8. Brainboy
  9. Common knowledge
  10. I forgot
  11. Dance on your teeth
  12. Low rez machete
  13. Get over it
  14. Identity

Gesamtspielzeit: 32:14 min.

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  • Steakknife (6 Beiträge / Letzter am 17.07.2007 - 20:29 Uhr)